Feierstunde mit dem Kollegium der ATS Vier Lehrerinnen verabschieden sich aus Werlte

Von pm

Schulleiter Klaus Ruhe (links) verabschiedete sich von den Lehrinnen (v. l.) Marianne Treek, Hedwig Beckmann, Maria Rolfes und Maria Sanders. Foto: Albert-Trautmann-SchuleSchulleiter Klaus Ruhe (links) verabschiedete sich von den Lehrinnen (v. l.) Marianne Treek, Hedwig Beckmann, Maria Rolfes und Maria Sanders. Foto: Albert-Trautmann-Schule

Werlte. Die Albert-Trautmann-Schule (ATS) Werlte hat die Lehrerinnen Hedwig Beckmann, Maria Sanders, Marianne Treek und Maria Rolfes in den Ruhestand verabschiedet. Das gesamte Kollegium der ATS versammelte sich im Saal Hahnenkamp, um den Ausstand der vier Lehrkräfte gebührenden zu feiern.

Schulleiter Klaus Ruhe würdigte die Verdienste der Kolleginnen und bedankte sich mit großen Blumensträußen und Urkunden des Landes Niedersachsen. Die vier Lehrkräfte hätten viele Generationen von Werlter Schülern gebildet und erzogen. Ruhe dankte für die geleistete Arbeit mit den Kollegen, Kindern, Jugendlichen und Eltern aus der Samtgemeinde Werlte und für die gezeigte Loyalität, heißt es in einer Mitteilung der ATS.

In unterhaltsamer Manier nahm der Projektchor des Lehrerkollegiums die Besonderheiten der Kolleginnen aufs Korn. Die Mitglieder des Personalrates überbrachten im Namen des Kollegiums Abschiedsgrüße und Geschenke. Besonders erfreut zeigten sich die scheidenden Lehrerinnen über die großen Blumensäulen mit dem Logo der Schule. „Jetzt haben wir die ATS auch zu Hause, falls uns einmal die Sehnsucht überfällt“, sagte Treek.

Schulleiter Ruhe ging in seiner Laudatio auch auf den Werdegang der vier verabschiedeten Frauen ein. Maria Rolfes unterrichtete 38 Jahre lang im niedersächsischen Schuldienst, davon 25 Jahre in Werlte. Die in Essen (Oldenburg) geborene Pädagogin studierte nach ihrem Abitur die Fächer Englisch und Kunst in Osnabrück. Nach einem Einsatz an der BBS in Bersenbrück erfolgte 1994 der Wechsel an die damalige Hauptschule mit Orientierungsstufe Werlte. Die heute in Hemmelte lebende Rolfes, die vielen Schülern als Klassenlehrerin der Orientierungsstufe in Erinnerung bleibt, engagierte sich stark in den Sprachlernklassen und war über viele Jahre in der Steuergruppe für Schulentwicklung der ATS aktiv.

Die aus Damme stammende Maria Sanders legte ihre Reifeprüfung in Vechta ab und studierte die Fächer Deutsch, Erdkunde und Geschichte in Hildesheim. Ein Vertrag als Lehrerin im Angestelltenverhältnis führte sie 1976 erstmals nach Werlte an die Albert-Trautmann-Realschule. Nach ihrem Referendariat durchlief sie ab 1978 in Zeiten großer Lehrerarbeitslosigkeit verschiedene Beschäftigungsverhältnisse in unterschiedlichen Bereichen und Schulen. Erst 1980 kam sie endgültig nach Werlte: zuerst an die Grundschule und später an die Orientierungsstufe. Sanders hat somit 43 Jahre in Werlte unterrichtet, ist vielen als Klassenlehrerin in der Orientierungsstufe bekannt, war über viele Jahre leitend im Personalrat tätig, hat als Hauswirtschaftslehrerin das Catering für viele Veranstaltungen organisiert und den Schülerladen „Die Kakaohalle“ lange betreut.

Die gebürtige Werlterin Marianne Treek besuchte bis zum Abitur 1971 das Mariengymnasium in Papenburg. Das Studium in den Fächern Erdkunde, Deutsch und Werken beendete sie 1974 mit dem 1. Staatsexamen. Die unmittelbare Einstellung in den Schuldienst erfolgte 1975 an der Mittelpunktschule Werlte, wo sie 1976 ihr 2. Staatsexamen ablegte. Treek ist dem Schulstandort Werlte immer treu geblieben und hat, unterbrochen von einigen Abordnungen an umliegende Schulen, 45 Jahre in Werlte unterrichtet. Als Klassenlehrerin hat sie neben ihren Studienfächern auch in Geschichte, Politik, Arbeit/Wirtschaft, Englisch und Werte und Normen unterrichtet. Sie war immer als Klassenlehrerin tätig und hat über viele Jahre die Fachschaft GSW geleitet.

Hedwig Beckmann, die in Eggermühlen geboren wurde, legte 1969 ihr Abitur in Osnabrück ab und studierte in Vechta die Fächer Mathematik und Katholische Religion. 1972 trat sie in Klein Berßen in den Schuldienst ein und legte 1975 ihr 2. Staatsexamen ab. Sie unterrichtete den größten Zeitraum ihrer Tätigkeit an der Vinzenzschule in Haselünne. 2010 entschloss sie sich zu einem Neuanfang und suchte an der Haupt- und Realschule Werlte neue berufliche Herausforderungen. Mit großer Erfahrung und viel Engagement arbeitete Beckmann als Klassen- und Fachlehrerin und brachte sich aktiv in die Arbeit der Steuergruppe für Schulentwicklung ein. Ihr besonderes Anliegen war der Umgang mit regionaler Geschichte, das Verhältnis der Religionen zueinander und die Erinnerung an die jüdische Geschichte in Deutschland. Die Kultur der Gedenkfeiern zum 9. November in Werlte wurden wesentlich von ihr geprägt.


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