Mehr als 300 Millionen Euro Hümmlinger Volksbank mit Bilanzsummen-Rekord

Von Luisa Reitemeyer

Mehr als 230 Gäste waren im Festzelt in Wehm anwesend. Foto: Luisa ReitemeyerMehr als 230 Gäste waren im Festzelt in Wehm anwesend. Foto: Luisa Reitemeyer
Luisa Reitemeyer

Werlte/Wehm. Neben neu ausgewiesenen Gewerbegebiete in der Samtgemeinde Werlte boten auch neue Baugebiete im privaten Wohnungsbau Chancen für ein kontinuierliches Wachstum der Hümmlinger Volksbank im vergangenen Jahr. Den Jahresabschluss gab Vorstandsmitglied Edwin König auf der Generalversammlung in Wehm vor mehr als 230 Gästen bekannt.

Erstmalig stieg die Bilanzsumme um knapp 13 Millionen Euro (4,6 Prozent) auf mehr als 300 Millionen Euro. Dies sei nach Aussage von Vorstandsmitglied Günther Scheffczyk bisher noch nie in den 125 Geschäftsjahren vorgekommen. Darüber hinaus sei das Geschäftsjahr 2018 durch ein durchschnittliches Wachstum bei den Kundenausleihungen in Höhe von 3,9 Prozent gekennzeichnet gewesen, so König. Die Kundeneinlagen erhöhten sich gegenüber dem vergangenen Jahr überdurchschnittlich um 8,9 Prozent auf mehr als 200 Millionen Euro. Die Forderungen an Kunden seien ebenfalls auf gut 230 Millionen Euro angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um fast 5 Millionen Euro auf gut 65 Millionen Euro. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Bank beläuft sich auf 32,4 Millionen Euro.  

6,5 Prozent Dividende

Nach Abwägung der Aufwendungen und Erträge beträgt der Jahresüberschuss 1.266.937,41 Euro. Abzüglich der Ausweisung von Rücklagen in Höhe von 700.000 Euro bleibe ein Bilanzgewinn von 566.937,41 Euro erhalten, wie König mitteilte. Aus dieser Summe werde eine Dividende von 6,5 Prozent an die Mitglieder der Genossenschaftsbank ausgeschüttet, was einer Summe von gut 144.000 Euro entspricht. Die Mitglieder der Versammlung stimmten einstimmig für die Verwendung des Bilanzgewinnes. Darüber hinaus erfolgte die einstimmige Wiederwahl des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter Deitermann, der laut Scheffczyk seit mehr als 25 Jahren zur Entwicklung der Genossenschaftsbank beitrage und als Werlter mit den örtlichen Gegebenheiten bestens vertraut sei.

Dem neuen und alten Aufsichtsratsvorsitzenden Walter Deitermann (Mitte) gratulierten Günther Scheffczyk (links) und Edwin König. Foto: Luisa Reitemeyer


Die Entwicklung der Hümmlinger Volksbank, die ihre Geschäftsstellen in Werlte, Vrees und Rastdorf hat, hängt nach Aussage von König im Wesentlichen von der Entwicklung in der Samtgemeinde Werlte ab. „Wenn es den Menschen vor Ort gut geht, geht es auch der Volksbank gut“, ergänzte Scheffczyk.

Gute Zusammenarbeit

Auch Werltes Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe war bei der Versammlung im Festzelt des Schützenvereins Wehm anwesend. Seinen Worten zufolge erzielte die Bank als „verlässlicher Partner vor Ort“ bisher immer herausragende Ergebnisse, so auch im vergangenen Jahr trotz Zinskrise. Die Hümmlinger Volksbank ermögliche Kredite, die die Wirtschaft im Ort tragen. Von der guten Zusammenarbeit zwischen Kreditinstitut, Politik und Wirtschaft profitiere Werlte enorm, so Kewe.

Mehr als 50 Mitarbeiter

Der Vorstand bedankte sich für die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Mitgliedern und Kunden sowie mit dem Aufsichtsrat. Ein besonderer Dank galt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, durch deren motivierte und engagierte Arbeit sich die Genossenschaftsbank am Markt erfolgreich behaupten könne. Im Jahr 2018 beschäftigte die Hümmlinger Volksbank durchschnittlich 29 Vollzeit-Mitarbeiter, 21 Teilzeitbeschäftigte und vier Auszubildende.

Am Anschluss an die offiziellen Teil des Abends sorgte das „WallStreetTheatre“ der Herren "Schultze und Schröder" mit ihrem Comedy-Programm ganz im Stil zweier englischer Gentlemen für Unterhaltung. Zu einem anschließenden Imbiss und Getränken lud die Volksbank ein.


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