Pflegekräfte machen mobil Demo zum Besuch des Ministerpräsidenten in Werlte

In Werlte wird am Mittwoch beim Besuch des Ministerpräsidenten Stephan Weil gegen die Pflegekammer demonstriert. Im Februar gingen in Hannover viele Angestellte in der Pflege auf die Straße. Foto: Archiv/Moritz Frankenberg/dpaIn Werlte wird am Mittwoch beim Besuch des Ministerpräsidenten Stephan Weil gegen die Pflegekammer demonstriert. Im Februar gingen in Hannover viele Angestellte in der Pflege auf die Straße. Foto: Archiv/Moritz Frankenberg/dpa
Moritz Frankenberg

Werlte. Wenn Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch in Werlte zur Veranstaltung "Arbeit und Dialog" erscheint, dann gibt es dort eine Gruppe, die gern das Gespräch mit dem Politiker sucht – und zu einer Kundgebung aufruft. Protestiert wird gegen die Pflegekammer.

Organisiert wird die Veranstaltung von Angestellten in der Pflege. Wie Kerstin Suren, Krankenschwester aus Lathen, im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, werde sie mit ihren Mitstreitern von 17 bis 19 Uhr auf dem Werlter Marktplatz sein. Weil wird von 18 bis 19.30 Uhr in der Gaststätten Hahnenkamp bei einem Bürgerdialog Rede und Antwort stehen. 

Bessere Arbeitsbedingungen

Gemeinsam wollen die Pflegekräfte ihrem Unmut über die Pflegekammer Luft machen. Grundsätzlich fordern die Organisatoren bessere Arbeitsbedingungen, einen flächendeckenden Tarif oder etwa mehr Personal. Die Pflegekammer sei zum Schutz der zu Pflegenden gedacht, aber das Pflegepersonal hingegen werde nicht geschützt, so Suren. Zudem müsste das Pflegepersonal für das Kontrollorgan verpflichtend zahlen. Bislang seien schon mehr als 50.000 Unterschriften gegen die Kammer gesammelt und an die Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Carola Reimann (SPD), übergeben worden. 

Auch beklagt Suren den langwierigen Entstehungsprozess der Kammer. Als Beispiel nennt sie Rheinland-Pfalz, wo die Einführung der Kammer bis zur eigentlichen Aufnahme der Arbeit viele Jahre gedauert habe. 



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