Neues Konzept für Innenstadt Stadt Werlte geht gegen Schilderwald vor

Zahlreiche Schilder stehen entlang der Marktstraße in Werlte, zum Teil sind sie stark in die Jahre gekommen. Neue Schilder sollen errichtet werden. Foto: Mirco MoormannZahlreiche Schilder stehen entlang der Marktstraße in Werlte, zum Teil sind sie stark in die Jahre gekommen. Neue Schilder sollen errichtet werden. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Mithilfe eines neuen Konzeptes soll der Schilderwald in der Werlter Innenstadt verkleinert werden. Neue Parkzonen werden ausgewiesen – auch weil die Beschilderung in die Jahre gekommen ist. Für das Industriegebiet soll es ebenfalls eine neue Ausschilderung geben.

Wie Bauamtsleiter Dieter Cloppenburg auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Tourismus mitteilte, wird der ruhende Verkehr in der Stadt Werlte, insbesondere im Bereich des Ortskerns, seit einiger Zeit überwacht. Dabei habe sich herausgestellt, dass vielerorts die vorhandene Beschilderung in die Jahre gekommen ist und nicht mehr immer den heutigen rechtlichen Anforderungen entspricht. 

Insbesondere bei Verhängung von Bußgeldern bestehe somit eine rechtliche Unsicherheit. Aus dem Grunde wurde die vorhandene Beschilderung im Ortskern aufgenommen und eine Mängelanalyse erstellt. Diese habe ergeben, dass sich in drei Bereichen Änderungen ergeben müssen:

  • Hauptstraße vom Kreuzungsbereich "Loruper Straße" bis zur Kreuzung "In der Knüve": Hier sollen die Verkehrszeichen, die den Beginn und das Ende eines eingeschränkten Halteverbots als Zone kennzeichnen, aufgestellt werden. Das Zusatzschild „Parken mit Parkscheibe in gekennzeichneten Flächen 2 Std.“ soll ebenfalls angebracht werden. 
  • Im Bereich Marktstiege und Marktstraße (ohne Parkplätze im Bereich des Rathauses) soll das gleiche Verkehrszeichen für das eingeschränkte Halteverbot gelten. Mit dem Zusatzschild „Parken in gekennzeichneten Flächen von 13 – 7 Uhr frei“ sollen die Parkstreifen im Bereich des Kindergartens und der Grundschule vormittags von Dauerparkern freigehalten werden. 
  • An der Hauptstraße vom Kreuzungsbereich „Kellerstraße“ bis zum Kreuzungsbereich „Loruper Straße“ sowie an der Loruper Straße bis zum Kreisverkehrsplatz sollen die Parkplätze gekennzeichnet werden und das Zusatzschild „Parkscheibe – 2 Std. / Werktags von 8 bis 18 Uhr“ erhalten. 

Die Ausschussmitglieder zeigten sich einverstanden mit dem Vorschlag der Verwaltung, der 3000 Euro kosten soll. Heiner Jansen und Stefan Schmidt (beide CDU) rieten aber zu einer Änderung. Lediglich der Hinweis für die Parkplätze im dritten Bereich sollten nicht mit "Werktags", sondern "Von Montag bis Freitag" gekennzeichnet werden, um am Samstag Besucher ohne Parkscheibe parken zu lassen. Einstimmig sprach sich der Ausschuss für diese Regelung aus. 

Neue Schilder für Industriegebiet

Eine weitere Änderung der Beschilderung stellte Cloppenburg für das Industriegebiet vor. Derzeit werde geplant, die Verkehre in und aus dem Gebiet besser zu steuern. Das Konzept sieht vor, an den Knotenpunkten von Straßen außerhalb des Industriegebietes auf das „Industriegebiet Werlte“ mit Piktogramm und Text „Werlte“ hinzuweisen. Gleichfalls auf die Firma Krone mit Schriftzug und Firmenlogo hingewiesen werden. 

Das Konzept teilt das Industriegebiet Werlte zudem in acht Teilgebiete auf, so dass die Betriebe mit den Namen des Gebietes auf Ihren Standort hinweisen können und Kunden oder Zulieferer eine Zielführung haben, so Cloppenburg. Darüber hinaus werde von ansässigen Betrieben im Industriegebiet seit längerem bemängelt, dass die Zielführung zur Autobahn A1 vom Industriegebiet fehlt. Deshalb soll auf allen Wegweisern zwischen dem Industriegebiet Werlte und der Auffahrt zur B213 in Lastrup das Ziel „A1“ ergänzt werden. 

Kosten von 40.000 Euro

Bei den voraussichtlichen Kosten in Höhe von knapp 40.000 Euro wird laut Cloppenburg davon ausgegangenen, dass die Ergänzung der Schilder mittels aufklebbarer Folie erfolgen kann. Ein Austausch kompletter Schilder sei nicht eingerechnet. Dies würde Kosten in Höhe von etwa 160.000 Euro verursachen. Der Ausschuss empfahl, die Verwaltung zu beauftragen, das Konzept beim Landkreis Emsland zu beantragen und je nach Machbarkeit zeitnah umzusetzen. 


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