Elrotec erweitert im Industriegebiet Werlter Firma öffnet Robotern die Augen

Meine Nachrichten

Um das Thema Werlte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Firmenchef Karl-Heinz Kösters (5. von links) zeigte seinen Gästen einen sogenanten Unterflur-Transportroboter, der sich eigenständig mit Sensoren den Weg durch die Produktion sucht. Gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Tiemo Wölken (von links) waren die Werlter Stadtratsmitglieder der SPD, Hans-Wilhelm Grote, Heinz Schwarte, Christoph Lorenz und Wilhelm Krull zu Besuch. Foto: Mirco MoormannFirmenchef Karl-Heinz Kösters (5. von links) zeigte seinen Gästen einen sogenanten Unterflur-Transportroboter, der sich eigenständig mit Sensoren den Weg durch die Produktion sucht. Gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Tiemo Wölken (von links) waren die Werlter Stadtratsmitglieder der SPD, Hans-Wilhelm Grote, Heinz Schwarte, Christoph Lorenz und Wilhelm Krull zu Besuch. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Es läuft für Karl-Heinz Kösters: Der Chef der Roboter-Firma Elrotec aus Werlte expandiert im Industriegebiet. Ein Umzug auf ein zwei Hektar großes Gelände steht an.

Der Elektrotechnik-Ingenieur "veredelt" in seinem Unternehmen Roboter, installiert Kameras und weitere Sensoren, verleiht dem Gerät Augen. Bei einem Besuch des Europaabgeordneten Tiemo Wölken (SPD) hat er die Fähigkeiten eines Roboter-Arms demonstriert. Eigenständig erfasst dieser Gegenstände und befördert sie an einen zuvor festgelegten Ort – in diesem Fall stapelte Wölken Kaffeesahne-Portionen zu einem kleinen Turm auf.

Die Bedienung erfolgt über einen Tablet-Computer und ist "recht einfach", wie Kösters meint. "Dafür muss man kein Ingenieur sein", ergänzt der Firmenchef. Für den Bau eines solchen Geräts hingegen schon. Hier hat auch er mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Gleich mehrere Ingenieure würde er sofort einstellen, meint Kösters. 

Partner eines Weltmarktführers

Mit seinem Unternehmen ist er seit zweieinhalb Jahren Partner des Weltmarktführers im Bereich der Roboterarme für die Industrie, Universal Robots aus Dänemark. Diese Kooperation sei zustande gekommen, weil sich seine Firma Dinge traue, "an die andere Unternehmen nicht rangehen", so Kösters. 

Der Erfolg seines Unternehmens – der Umsatz werde jedes Jahr verdoppelt – resultiere aus dem Know-How – wie bei der Visualisierung von Vorgängen. Neben dem Stammsitz in Werlte hat er bereits weitere Elrotec-Standorte in Osnabrück und München eröffnet. Kösters selbst war 15 Jahre im Ausland für große Unternehmen tätig. Für den Werlter stand aber immer fest, dass er wieder zurück komme, meint der Ingenieur.


Beeindruckt zeigte sich Tiemo Wölken vom Schweißroboter, den er sich gemeinsam mit (von links) Hans-Wilhelm Grote und Heinz Schwarte ansah. Foto: Mirco Moormann


Es sind die sogenannten kollaborativen Roboter, die Kösters mit seinem Team weiterentwickelt. Diese Roboter  sind in der Industrie schon seit Jahren im Einsatz. Sie arbeiten gemeinsam mit dem Menschen und sind im Produktionsprozess nicht durch Schutzeinrichtungen abgetrennt. So kam neben dem mit Kamera ausgestattetem Roboter auch ein Schweißroboter zum Einsatz. Wölken zeigte sich beeindruckt von der sauberen Schweißnaht. Diese sei auch ein Indiz dafür, dass die Roboter in der Serienfertigung in Unternehmen einsatzfähig sind, so Kösters. 


Zu Besuch bei Karl-Heinz Kösters (3. von links) waren (von links) Wilhelm Krull, Christoph Lorenz, Hans-Wilhelm Grote, Tiemo Wölken und Heinz Schwarte. Foto: Mirco Moormann


Ein sogenannter Unterflur-Roboter, der zum Transport von Bauteilen in der Produktion entwickelt wurde, zeigte ebenfalls sein Können. Sensor- und kameraunterstützt sucht er sich den Weg durch eine Fertigungshalle. Sobald etwas im Weg steht wird gestoppt und eine alternative Strecke gewählt. Mit bis zu acht Km/h können laut Kösters so auch in größeren Hallen Dinge automatisch transportiert werden. 

Neue Entwicklungen

Die Entwicklung im Bereich der Robotik gehe stetig weiter, so Kösters, der neben namhaften Unternehmen auch mit Hochschulen zusammenarbeitet. Die Weiterentwicklung des kollaborierenden Roboters sei der kooperierende Roboter, der in der Produktion selbstständig erkenne, welches Werkzeug als nächstes benötigt werde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN