40 Arbeitsplätze entstehen Bundeswehr-Munitionslager in Lorup wird reaktiviert

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Das Munitionslager in Lorup wird reaktiviert. Bis zu 40 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Foto: Archiv/MoormannDas Munitionslager in Lorup wird reaktiviert. Bis zu 40 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Foto: Archiv/Moormann

Lorup. Eine gute Nachricht für Lorup kam am Freitagnachmittag aus Berlin: Das Bundesverteidigungsministerium hat beschlossen, dass das Munitionslager der Bundeswehr in Lorup reaktiviert wird. 40 Arbeitsplätze werden geschaffen, vorerst zwei Millionen Euro investiert.

Wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann mitteilt, habe die Leitungsrunde des Bundesverteidigungsministeriums am Freitag getagt. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen habe demnach die Entscheidung getroffen, das Lager bis zum Jahr 2022 wieder voll in Betrieb zu nehmen. 

Am Ende dieses Vorgangs sollen laut Connemann etwa 40 Dienstposten in Lorup entstanden sein. Für die Ertüchtigung der bestehenden Infrastruktur sollen Investitionen von bis zu zwei Millionen Euro getätigt werden. Weitere Details folgen später, wie Connemann ausführt. Aber schon jetzt steht fest: "Der Bund glaubt - wieder - an die Zukunft des Standortes. Dies zeigen die geplanten Investitionen", so Connemann.

Bekenntnis zum Standort

"Ich bin zutiefst erleichtert. Damit spreche ich sicherlich auch im Namen von Bürgermeister Wilhelm Helmer,  Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe und  Landrat Reinhard Winter. Wir haben uns mit vereinten Kräften für diese Entscheidung stark gemacht - mit viel Herzblut, Zeit und Kraft. Der Einsatz hat sich gelohnt", so Connemann. Schließlich hätten sich die Gemeinde Lorup, die Samtgemeinde Werlte und der Landkreis Emsland in guten wie in schlechten Zeiten zum Standort Lorup bekannt.


"Ich bin heilfroh, dass diese Entscheidung zugunsten Lorups gefallen ist"Wilhelm Helmer, Bürgermeister der Gemeinde Lorup


Dies bestätigt auch Bürgermeister Helmer auf Anfrage. "Ich bin heilfroh, dass diese Entscheidung zugunsten Lorups gefallen ist", sagte Helmer am Freitagnachmittag. Dies sei aber auch die "einzig richtige Entscheidung", so Helmer weiter. Denn eine Nachnutzung, über die schon seit Jahren nachgedacht worden war, gestaltete sich zunehmend schwieriger, wie Helmer einräumte. Aufgrund der Lage und der Gegebenheiten vor Ort habe es für eine zivile Nachnutzung "nur sehr wenige Möglichkeiten gegeben", so der Bürgermeister.

Dank an Connemann

Sein Dank gilt Gitta Connemann und ihrem starken Einsatz. Sie habe laut Helmer "immer die Verbindung nach Berlin gehalten" und nun "den Vorteil für Lorup herausgeholt", so Helmer. Auch Connemann, die immer wieder im Lager war und das Gespräch mit dem Ministerium gesucht hatte, meint: „Was lange währt, wird endlich gut." 

Vor acht Jahrenhatte die Bundeswehr mitgeteilt, dass das Lager in Lorup aufgrund der Umstrukturierung der Wehr geschlossen werden soll. Das Lager war bereits an das Dienstleistungszentrum der Bundeswehr zur Abwicklung übergeben worden. Die in Lorup gelagerten Patriot-Flugabwehrraketen sind bereits 2017 abtransportiert worden. Im Sommer des vergangenen Jahres kam dann die Nachricht, dass über eine Wiederbelebung des Lagers nachgedacht werde. 



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