30 neue Plätze Stadt Werlte plant weiteres Wohngebiet

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Haben gemeinsam auf das neue Jahr in Werlte angestoßen: (von links) Stadtdirektor Ludger Kewe, stellvertretender Stadtdirektor Christian Rüve, Landrat Reinhard Winter, Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, Bürgermeister Daniel Thele und der stellvertretende Landrat Willfried Lübs. Foto: Mirco MoormannHaben gemeinsam auf das neue Jahr in Werlte angestoßen: (von links) Stadtdirektor Ludger Kewe, stellvertretender Stadtdirektor Christian Rüve, Landrat Reinhard Winter, Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, Bürgermeister Daniel Thele und der stellvertretende Landrat Willfried Lübs. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Derzeit wird in der Werlter Stadtmitte das Baugebiet am Markuslustweg erschlossen, 80 Grundstücke stehen bald zur Verfügung – und sind schon fast alle verkauft. Nun wird nachgelegt.

Wie Stadtdirektor Ludger Kewe beim Neujahrsempfang der Stadt mitteilte, habe die Verwaltung Pläne, ein weiteres Gebiet mit etwa 30 Baugrundstücken bereitzustellen. Denn in Werlte stehen die Zeichen weiter auf Entwicklung, die Kewe ausführte. In den vergangenen Jahren seit 1990 habe sich die Bevölkerung um 50 Prozent erhöht, die Beschäftigungszahlen hätten sich sogar mehr als verdoppelt. Deshalb soll neben den Wohnflächen in Werlte, Wehm und Ostenwalde künftig auch in Bockholte neues Bauland erschlossen werden, so Kewe – passend zum Motto des Empfangs "Werlte verändert sich". 

Werlte-Center das zentrale Gesprächsthema

Verändern werde sich die Stadt laut Kewe auch im Zentrum: Der Verkauf des Werlte-Centers an einen Investor war das zentrale Gesprächsthema unter den zahlreichen Gästen in der Aula der Albert-Trautmann-Schule (ATS). Kewe und auch Bürgermeister Daniel Thele sprachen dem bisherigen Inhaber Clemens Rühlander ihren Dank aus für die Bereitschaft, die Immobilie für die Entwicklung des Areals zur Verfügung zu stellen. Ab sofort werde in die Planungen eingestiegen, um die Ortsmitte grundlegend umzugestalten und den Einzelhandel neu aufzustellen, zeigten sich die Verantwortlichen zuversichtlich. Kewe betonte, dass zwar gemeinsam mit dem neuen Investor geplant sei, das Zentrum umzugestaltet, die Planungshoheit aber bei der Stadt liege. 


Gut besucht war der Neujahrsempfang der Stadt Werlte in der Aula der Albert-Trautmann-Oberschule. Foto: Mirco Moormann


Auf die positive Bevölkerungsentwicklung in der Stadt ging auch Thele ein. In seinem Rückblick präsentierte er entsprechende Statistiken. So stünden im vergangenen Jahr 80 Todesfällen 106 Geburten gegenüber. Weitere Ereignisse wie das letzte Rockkonzert im mittlerweile abgerissenen Jugendheim oder die Besuche zahlreicher Prominenter hätten das Jahr geprägt, so Thele. Auch sportlich hätten einige Werlter große Erfolge eingefahren, Thele berichtete über drei Meisterschaften von Fußballteams des Sportvereins Sparta Werlte. Eine würdige Veranstaltung sei zudem die Einweihung des Samuel-Jacobs-Platzes beim Bibelgarten gewesen, die von Schülern der ATS vorbereitet worden war.

Ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Stadt sei laut Thele auch die geplante Aufnahme in das Städtebauförderprogramm. Im Frühjahr rechne man mit einer Aussage aus Hannover, ob künftig mit Fördermitteln für Baumaßnahmen in drei ausgewiesenen Bereichen der Stadt gerechnet werden kann oder nicht. Auch der Umbau des Stadtzentrums um das Werlte-Center, der ein Teil dieser Planungen ist mit dieser Entscheidung unmittelbar verknüpft. 


Der Chor der Werlter Gymnasiums sorgte mit drei Liedern für Unterhaltung. Foto: Mirco Moormann


Landrat Reinhard Winter, dem zuvor bereits für die Unterstützung des Landkreises zahlreicher Projekte Dank ausgesprochen wurde, sagte launig, dass er gar nicht mehr wisse, wo noch zu helfen sei. "Ihr habt doch schon alles", sagte Winter mit Blick auf das Gesundheitszentrum und die nun geplante Umgestaltung der Ortsmitte. Auch die wirtschaftliche Situation mit einer Steigerung des Steueraufkommens von mehr als 31 Prozent im vergangenen Jahr sei beachtlich, so der Landrat. Dennoch wolle man "helfen wo es geht", so Winter weiter. 

Lage im gesamten Kreis gut

Grundsätzlich gehe es dem gesamten Landkreis so gut wie nie. Mit einer Arbeitslosigkeitsquote und einem Investitionsvolumen von mehr als 130 Millionen Euro stehe man im Land Niedersachsen mit an der Spitze. Aufgrund der guten Lage habe der Landkreis auch nicht vor dem Jahr 2023 vor, die Kreisumlage zu erhöhen. Sie bleibe bei 40 Prozentpunkten, damit die Kommunen auch längerfristig planen könnten, sagte Winter. 




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