Förderbescheid übergeben Neue Rastdorfer Turnhalle für 1,5 Millionen Euro

So soll die neue Turnhalle in Rastdorf aussehen, die Mitte 2020 fertig sein soll. Vorne rechts ist das integrierte und sanierte Sporthaus. Grafik: Knipper Kleine ArchitektenSo soll die neue Turnhalle in Rastdorf aussehen, die Mitte 2020 fertig sein soll. Vorne rechts ist das integrierte und sanierte Sporthaus. Grafik: Knipper Kleine Architekten

Rastdorf. Die größte Investition in der Geschichte der Gemeinde Rastdorf steht vor der Umsetzung. Für eine neue Turnhalle, die etwa 1,5 Millionen Euro kosten soll, ist der erste Förderbescheid in Höhe von 500.000 Euro übergeben worden.

Erleichtert und froh zeigte sich Rastdorfs Bürgermeister Hartmut Moorkamp bei der Übergabe des Bescheids im Heimathaus. Das Projekt Turnhalle werde schon seit etwa fünf Jahren im Ort diskutiert, seit eineinhalb Jahren habe man sich sehr intensiv damit beschäftigt, so Moorkamp. 

Nachdem alle Beteiligten, der Gemeinderat und eine Planungsgruppe mit Vertretern aus Vereinen im Ort, im Juni 2017 die Arbeit aufgenommen hatten, sei man noch von einer Sanierung des die Jahre gekommenen Gebäudes am Dorfplatz ausgegangen, so der Bürgermeister. Schnell wurde aber klar, dass die Kosten einer Sanierung der Halle und des benachbarten Sporthauses sehr teuer würden, viele ungeahnte Mängel kamen zum Vorschein. Somit habe sich der Gemeinderat für einen Neubau der Halle samt Sanierung des Sporthauses ausgesprochen – mit etwa 1,5 Millionen Euro das größte Projekt in der Geschichte der Gemeinde, so der Bürgermeister.

Die Turnhalle in Rastdorf ist in die Jahre gekommen und wird abgerissen. Das Sporthaus rechts daneben wird in das neue Gebäude integriert. Foto: Gemeinde Rastdorf

Entstehen soll neben einer 400 Quadratmeter großen Einfeldhalle mit Nebengebäude für Umkleiden, Sanitäranlagen und Lagerflächen auch ein gut 80 Quadratmeter großer Mehrzweckraum, der für alle Gruppen und Vereine im Ort zur Verfügung gestellt werden kann. Auch die Toiletten werden bei öffentlichen Veranstaltungen wie Schützenfest oder Weihnachtsmarkt genutzt. Seinen Dank richtete Moorkamp an alle Beteiligten im Ort, die sich intensiv mit dem Bau der Halle auseinandergesetzt hätten, auch Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe, Wilhelm Sap vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) und Regionalmanager Ralph Deitermann hätten sich tatkräftig für das Projekt eingesetzt, so Moorkamp. 

Bei der Übergabe des Förderbescheides dabei waren (von links) Architekt Stefan Knipper, Ludger Kewe, Hartmut Moorkamp, Wilhelm Sap und Ralph Deitermann. Foto: Mirco Moormann

Kewe dankte Moorkamp wiederum für den Mut, den er und auch der Gemeinderat mit der Entscheidung für dieses Bauvorhaben gezeigt hätten. Unterstützung habe es dabei von vielen Seiten gegeben, und auch in Zukunft seien sicherlich noch einige Hürden zu nehmen, so Kewe. Doch die Rastdorfer sollten sich davon nicht erschrecken lassen. Der Samtgemeindebürgermeister zeigte sich vom Erfolg des Hallenbaus überzeugt. "Das ganze Dorf identifiziert sich mit diesem Projekt", sagte Kewe. 

Das ganze Dorf identifiziert sich mit dem ProjektLudger Kewe, Werlter Samtgemeindebürgermeister

Genau diese Beteiligung vieler Akteure im Ort sei auch ein Grund für die gute Bewertung gewesen, ergänzte Sap. "Es ist nicht selbstverständlich, dass das ganze Dorf eingebunden ist", so Sap, der die gelungene Umsetzung lobte. Bei einer Vielzahl von Anträgen für Fördermittel aus dem Fördertopf Zile (Zuwendung zur integrierten ländlichen Entwicklung) sei es "nicht einfach, sich durchzusetzen". Lob und Dank für Moorkamp sprach auch Ratsherr Werner Henseleit im Namen des Rastdorfer Gemeinderates aus. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Bürgermeister noch nicht sehr lange im Amt sei, habe er das Projekt "super umgesetzt", so Henseleit.

Die Vorderansicht der neuen Turnhalle in Rastdorf. Grafik: Knipper Kleine Architekten

Nach Erhalt der Förderzusage des ArL rechne er noch mit weiteren Mitteln in Höhe von etwa einer halben Million Euro, so Moorkamp. Die Samtgemeinde Werlte werde laut Kewe einen Teil übernehmen, und auch der Landkreis habe bereits positive Signale gesendet, dass auch hier Geld komme, so Kewe weiter.

Den Rest der Kosten für den Bau in Höhe von etwa 1,4 bis 1,5 Millionen Euro trage die Gemeinde, so Moorkamp. Hier kämen noch Eigenleistungen der Bürger und auch Sponsorengeld zum Tragen. Der Bauantrag werde nun gestellt, im kommenden Jahr sollen die Arbeiten starten und die neue Halle Mitte 2020 fertig sein, so der Bürgermeister.


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