Grund-, Gewerbe- und Hundesteuer steigen Steuern in Samtgemeinde Werlte werden erhöht

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Die Kommunen der Samtgemeinde Werlte erhöhen die Hebesätze für Grund-, Gewerbe- und Hundesteuern. Foto: Archiv/Daniel Reinhardt/dpaDie Kommunen der Samtgemeinde Werlte erhöhen die Hebesätze für Grund-, Gewerbe- und Hundesteuern. Foto: Archiv/Daniel Reinhardt/dpa

Werlte. Die Stadt Werlte hatte mit der Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuern von 320 auf 340 Prozentpunkte den Anfang gemacht, jetzt ziehen auch die anderen Kommunen in der Samtgemeinde nach. Im kommenden Jahr sollen sie in Kraft treten.

Am Donnerstagabend hat auch der Rat in Lorup die Hebesätze der Realsteuern von 315 (Grundsteuer A), 310 (Grundsteuer B) und 320 (Gewerbesteuer) auf 340 Prozentpunkte erhöht. Wie Kämmerer Wilfried Meerpohl von der Samtgemeinde Werlte erläuterte, entspreche die Erhöhung der Grundsteuer B einer Mehrbelastung eines durchschnittlichen Haushaltes um etwa 27 Euro im Jahr. Für die Gemeinde bedeuteten die neuen Steuersätze Mehreinnahmen pro Jahr von insgesamt etwa 140.000 Euro.

Schulden steigen an

Bürgermeister Wilhelm Helmer wies auf die gestiegene Verschuldung der Gemeinde aufgrund des Kindergartenbaus hin. „Im kommenden Jahr stehen wir bei zwei Millionen Euro Schulden“, sagte Helmer. Die müssten auch irgendwann getilgt werden, so der Bürgermeister. Es gebe einen Konsens aller Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden, die Steuern auf 340 Prozentpunkte anzuheben, erklärte Helmer. Dies sei die unterste Grenze der Erhöhung, so Helmer.

Meerpohl bestätigte, dass alle Kommunen über diese Erhöhungen abstimmen wollten. Ebenso soll kollektiv eine Erhöhung der Hundesteuer ab dem kommenden Jahr beschlossen werden. In Werlte ist dies bereits geschehen, pro Hund sind pro Jahr neun Euro mehr zu zahlen. In Werlte bedeutet dies, dass für den ersten Hund künftig 36 Euro, für den zweiten 42 und für jeden weiteren Hund 48 Euro zu zahlen sind. In der Stadt Werlte steigen die Einnahmen somit pro Jahr von derzeit 15.000 auf etwa 20.000 Euro an.

Neun Euro mehr pro Hund

In Lorup, so beschloss es der Rat, werden dann für den ersten Hund 30 Euro, für den zweiten 36 und alle weiteren je 45 Euro fällig. Die Steuern für gefährliche Hunde steigen von 420 auf 450 Euro pro Jahr. Somit steigen die Einnahmen in Lorup von 4000 auf etwa 6500 Euro, so Meerpohl.

Die letzte zu erhöhende Steuer in der Samtgemeinde ist die Vergnügungssteuer. Hier sollen neue Bemessungsgrundlagen eingeführt werden. Die Spielautomaten mit Geldausschüttung sollen nicht mehr wie bislang mit einem Betrag pro Gerät besteuert werden. Künftig wird zwölf Prozent des monatlichen Einspielergebnisses von den Automatenbetreibern verlangt. Bei der Besteuerung von Tanzveranstaltungen sollen keine Änderungen vorgenommen werden.


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