Tourismuskonzept soll erstellt werden Badesee als Alternative zum Freibad in Werlte

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Ein Badesee für Werlte ist Teil eines Tourismuskonzeptes, das erstellt werden soll. Foto: Archiv/RühlEin Badesee für Werlte ist Teil eines Tourismuskonzeptes, das erstellt werden soll. Foto: Archiv/Rühl

Werlte. Für die Stadt Werlte soll ein Tourismuskonzept erstellt werden. Einen entsprechenden Antrag hat die CDU-Fraktion im Stadtrat eingereicht.

Wie der Fraktionsvorsitzende Günther Scheffczyk mitteilte, seien die vermehrt aus der Jugend aufgetretenen Fragen und Forderungen nach einem Freibad für die Stadt Werlte der Grund gewesen, sich um ein solches Konzept zu bemühen. Zwar habe man die Verwaltung beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für ein Freibad zu erstellen. Dennoch sei man sich aufgrund der zahlreichen Projekte in der Stadt bewusst, dass ein solches Bad nicht ohne erhebliche Kosten umzusetzen sei.

Alternativ könne im Rahmen eines Tourismuskonzeptes über ein Badesee nachgedacht werden, so Scheffczyk. Die CDU-Fraktion habe sich bereits einige Seen in der Region angesehen, etwa in Dwergte. Ein solcher See könne zudem für weitere Ansiedlungen wie ein Café oder ein Kiosk sorgen. Auch eine Joggingroute oder ein Trimm-Dich-Pfad wären denkbar, so der Fraktionsvorsitzende. Die Machbarkeitsstudie soll deshalb vorerst zurückgestellt werden.

Standort an Rastdorfer Straße

Als möglichen Standort für den Badesee habe die Fraktion an das Gebiet an der Rastdorfer Straße gedacht, so Scheffczyk. Dort befänden sich neben Reitstadion, Hünensteinen, Campingplatz und dem Gelände des Motorsportclubs künftig auch der Trail-Park. Ebenfalls für Besucher könne die Anbindung an den Emsland-Route sorgen, auch der Hümmlinger Pilgerweg führe am Gebiet vorbei. Laut Antrag der CDU-Fraktion soll sich die Stadtverwaltung nun mit dem Konzept befassen und auch mögliche Kosten ermitteln. Dann soll im entsprechenden Ausschuss weiter darüber beraten werden.

SPD übt Kritik

Erste Kritik an den Plänen äußerte Heinz Schwarte (SPD), der auf das von seiner Fraktion im vergangenen Jahr gewünschte Stadtleitbild hinwies. Mit diesem Leitbild hätte auch die touristische Entwicklung in der Stadt untersucht werden können. Zudem war Schwarte der Vorschlag lokal zu stark eingegrenzt. Grundsätzlich begrüßte er die Idee, einen Badesee zu schaffen, jedoch müsse das gesamte Stadtgebiet in die Planungen mit einbezogen werden.

Unabhängig des zu erstellenden Konzeptes wird derzeit auch die touristische Nutzung des Theikenmeers in Werlte untersucht. Ein Antrag auf Förderung mit Leader-Mitteln, der bis September hätte eingereicht werden müssen, habe laut Stadtdirektor Ludger Kewe nicht geklappt. Es seien noch zu viele Fragen offen, sodass ein halbes Jahr mehr Zeit für den Antrag benötigt werde, so Kewe.


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