Neues Denkmal im Ort Sägewerk in Vrees saniert und eingeweiht

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Zahlreiche Gäste waren zur Einweihung des Sägewerks in Vrees erschienen. Foto: Gemeinde Vrees/WesselsZahlreiche Gäste waren zur Einweihung des Sägewerks in Vrees erschienen. Foto: Gemeinde Vrees/Wessels

Vrees. Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf ist das Suhl´sche Sägewerk in Vrees wieder zu neuem Leben erwacht. Bürgermeister Heribert Kleene konnte jetzt zahlreiche Bürger und Ehrengäste zur Einweihung begrüßen.

Gleichzeitig erfolgte die Übergabe an den Heimatverein mit der symbolischen Schlüsselüberreichung. „Bereits 2015“, so Kleene „ beschloss der Vreeser Gemeinderat, das Werk zu restaurieren und wieder betriebsbereit zu machen.“ Der Landkreis und die Landesdenkmalschutzbehörde hätten sich bei der Unterschutzstellung sehr engagiert und schnell mitgewirkt. Auch das Amt für regionale Landentwicklung unterstützte von Beginn an die Maßnahme. „Hierfür danken wir allen Beteiligten,“ so Kleene.

Von den etwa 90.000 Euro Sanierungskosten wurden 15.000 Euro vom Landkreis Emsland, 10.000 Euro von der Hümmlinger Volksbank und 30.000 Euro vom Amt für regionale Landentwicklung zugesagt. Den Rest steuerte die Gemeinde zu.

1981 wurde im Werk von Johann Suhl das letzte Stück Holz geschnitten. Dann machte der Unternehmer aus Altersgründen die Türen zu. Über 35 Jahre dämmerte das Gebäude vor sich hin. Der Außenbereich war inzwischen von Bäumen und Sträuchern zugewachsen. In Gesprächen mit der Familie Wilken, Eigentümer des Sägewerkes, wurde ein Plan geschmiedet, wie wieder Leben in den historischen Bau gebracht werden kann.

Kleene betonte, dass die Arbeitsgruppe des Heimatvereins bei der Wiederherstellung „hervorragende Arbeit“ geleistet habe. „In mühevoller Kleinarbeit wurde das Werk wieder flott gemacht. Es ist zu einem reizvollen Besichtigungsort für unsere vielen Gäste geworden.“ Der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp vom Landkreis Emsland bedankte sich beim Ehepaar Wilken, dass sie diese Immobilie zur Verfügung gestellt haben. „Die Gemeinde Vrees kann stolz sein auf dieses Denkmal. In dieser Form gibt es in Norddeutschland nur wenige“, so Gerenkamp. Auch der Vorsitzende des Kreisheimatvereins, Hans Albers, freute sich: „Es ist fantastisch, so eine Säge aus alten Zeiten wieder zu hören und zu sehen.“

Hans Wilken, Schwiegersohn des früheren Betreibers, erzählte den Gästen noch launige Geschichte aus dem Sägewerk und aus Leben von Johann Suhl. Nicht selten kam den Besuchern ein Schmunzeln über die Lippen. Im Anschluss daran gab Pfarrer Clemens Schwenen den kirchlichen Segen und bat im Gebet darum, dass allzeit hier unfallfrei gearbeitet werden kann. Gerd Rieken, Vorsitzender des Heimatvereins Vrees, bedankte sich bei allen Anwesenden, die sich dann bei Kaffee und Kuchen stärken konnten. Bei musikalischer Umrahmung von Heinrich Steenken verblieben die Besucher noch einige Stunden, um auch die Vorführungen der Sägen nicht zu verpassen.


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