Private Fläche umgenutzt Neue Blühwiese für Insekten in Werlte angelegt

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Haben die neue Fläche begutachtet: (von links) Thomas Schomaker, Heiner Jansen, Werner Abeln vom Bauhof, Anwohner Alfons Heermann, Norbert Grünloh, Bauhofsleiter Werlte und Anwohner Devid Friedemann. Foto: Albers/Stadt WerlteHaben die neue Fläche begutachtet: (von links) Thomas Schomaker, Heiner Jansen, Werner Abeln vom Bauhof, Anwohner Alfons Heermann, Norbert Grünloh, Bauhofsleiter Werlte und Anwohner Devid Friedemann. Foto: Albers/Stadt Werlte

Werlte. In Werlte arbeiten seit einigen Jahren Vertreter der Jägerschaft, des Biotop-Fonds, der Landwirtschaft, der Verwaltung und der Politik zusammen, um dem Insektensterben entgegenzutreten.

Nach umfangreichen Vorarbeiten wurden dabei in den vergangenen Jahren bereits etwa neun Hektar Wegerandstreifen im Bereich der Stadt Werlte aus der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung herausgenommen und der Natur zurückgegeben, wie die Stadt Werlte in einer Pressemitteilung verkündet.

Jüngst gab es auch eine nachahmenswerte Privat- und Vereinsinitiative. Thomas Schomaker, Vorsitzender des Biotop-Fonds der Jägerschaften Emsland/Grafschaft Bentheim und Hegeringleiter in Werlte, stellte für eine private Fläche im Siedlungsbereich Markuslust Saatgut zur Verfügung. Eine bunte Blumenmischung soll zum einen den Insekten helfen, andererseits biete sie gleichzeitig einen tollen Anblick. „Es ist schön zu sehen, wie wir diese kleine Fläche zu einem Zuhause von einigen Tieren und tausenden Insekten machen konnten, um auch so auf das Insektensterben und die schwindende Artenvielfalt insbesondere des weiteren Niederwildrückganges in unserer Region aufmerksam zu machen, denn dieses Bild ist leider nicht mehr alltäglich“, sagte Schomaker.

Der städtische Bauhof unterstützt die Maßnahme, indem der Boden vorab gefräst und dann die Saat eingearbeitet wurde. Am Ergebnis konnten sich die Anwohner der Fläche erfreuen, obwohl der heiße Sommer das Ergebnis deutlich kleiner hielt als erwartet. „Wir haben hier wieder gezeigt, dass Werlte unbürokratisch auch mit kleinen Maßnahmen tolle Ergebnisse gemeinsam erzielen kann“, wird CDU-Ratsherr und Anwohner Heiner Jansen zitiert. Die Stadt begrüße diese Initiative und hoffe im kommenden Jahr auf viele private Nachahmer, heißt es.

Auch habe die Stadt bei neuen Pachtverträgen gelebte Praxis in Sachen Natur zu festen Bestandteilen des Pachtvertrages gemacht, was in Zusammenarbeit mit der hiesigen Jägerschaft und weiteren Akteuren umgesetzt werde. Bei der Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen müsse eine Teilfläche von zehn Prozent für Blühpflanzenmischungen von dem Bewirtschaften zur Verfügung gestellt werden.


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