Ersatzpflanzungen in Vorgärten Erste Bäume im Werlter Buchenweg werden gefällt

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Die ersten Bäume am Buchenweg in Werlte sollen gefällt werden. Foto: Mirco MoormannDie ersten Bäume am Buchenweg in Werlte sollen gefällt werden. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Im Werlter Buchenweg gibt es Probleme mit Bäumen, die den Gehweg hochdrücken und zerstören. Nun sollen die ersten Buchen gefällt werden.

Politisch beraten wird das Thema seit Juni vergangenen Jahres. Nach mehreren Gesprächen mit Anwohnern und einem ausgewerteten Fragebogen hat sich der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Tourismus nun mehrheitlich dafür ausgesprochen, die ersten fünf Bäume zu fällen. Die Anwohner, vor deren Häusern im Anschluss der Gehweg saniert wird, pflanzen zum Ausgleich in ihren Vorgärten je einen neuen Baum.

Fünf Bäume werden gefällt

Wie Katrin Glöe vom Bauamt der Stadt berichtete, seien im Nachgang einer Bürgerversammlung Fragebögen zum weiteren Vorgehen an die Bewohner des Buchenwegs versandt worden. Von 17 seien zwölf zurückgekommen, fünf hätten sich dazu bereit erklärt, die Bäume fällen zu lassen und neue aufzustellen. Dies übernimmt die Stadt, ebenso die Sanierung des Gehwegs. Die Anwohner sind laut Glöe jedoch dafür verantwortlich, die neuen Bäume zu pflegen. Andere Anwohner hätten vorgeschlagen, neue Bäume auf dem Gehweg oder in Fahrbahnverengungen wie an der Bahnhofstraße zu pflanzen.

Dies sei, so Bauamtsleiter Dieter Cloppenburg, sehr aufwendig und auch teuer, sodass von den Bürgern für die Straßenarbeiten eine Beitragspflicht zum Tragen kommen würde. Auch an der selben Stelle könnten keine neuen Bäume gepflanzt werden, da diese laut Glöe sehr viel Platz im Boden benötigten, was ebenfalls zu großen Eingriffen an der Straße führen würde. Bis zu zwölf Kubikmeter Raum werde in der Erde für das Wurzelwerk benötigt, so Glöe.

Neue Bäume auf Grundstücken

Letztlich schlug die Verwaltung vor, die betroffenen Bäume in dem Bereich der Hausnummern neun bis 15 zu fällen und durch eine freiwillige Ersatzbepflanzung auf dem Privatgrundstück zu ersetzen. Die Baumart soll von jedem Eigentümer selbst getroffen werden. Als Vorgabe werde ein Kleinbaum festgesetzt. Es brauche nur ein Baum je Grundstück gepflanzt werden. Die anderen betroffenen Bereiche im Buchenweg, die durch die Wurzeln beschädigt sind, sollen durch eine Schottertragschicht ausgebessert werden.

SPD für Erhalt der Bäume

Ausschussmitglied Heiner Jansen (CDU) sprach von einer „schwierigen Entscheidung“, jedoch komme man so dem Willen der Bürger nach. Auch erhoffe er sich einen Nachahmereffekt bei Nachbarn, wenn die ersten Bäume gefällt seien. Maria Scholübbers (SPD) sprach sich für einen Erhalt der Bäume aus und erinnerte an den „Kahlschlag“ an der benachbarten Lindenstraße. Ausschussvorsitzender Wilhelm Krull (SPD) pflichtete ihr bei und betonte, dass es im Buchenweg die komfortable Situation gebe, dass an beiden Straßenseiten Gehwege vorhanden seien, weshalb die Bäume stehen bleiben könnten. Bei zwei Enthaltungen der SPD sprach sich der Ausschuss für den Vorschlag der Verwaltung aus.


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