Pfarrhaus erhält großen Anbau Werlter Sixtus-Kirche plant neues Gemeindezentrum

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Pfarrer Josef Wilken zeigt die Pläne für den Anbau am Pfarrheim. Foto: Mirco MoormannPfarrer Josef Wilken zeigt die Pläne für den Anbau am Pfarrheim. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Die katholische Kirchengemeinde St. Sixtus plant im Werlter Stadtzentrum ein neues Gemeindezentrum. Am Pfarrhaus neben der Kirche soll ein 640 Quadratmeter großer Anbau für 1,1 Millionen Euro errichtet werden.

Wie Pfarrer Josef Wilken im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, werden seit einigen Jahren Überlegungen angestellt, das Raumprogramm der Kirche zu optimieren. Eine Bestandsaufnahme habe ergeben, dass sowohl am Pfarrhaus, als auch am Sixtus-Haus am Bibelgarten erheblicher Sanierungsbedarf bestehe. 

So habe die Kirchengemeinde gemeinsam mit Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat sowie der KfD und der Katholischen Jugend Werlte (KJW) ein neues Gemeindezentrum geplant, in dem ein 125 Quadratmeter großer Gemeindesaal eingerichtet werden soll. Ziel sei eine Begegnungsstätte mit Mehrgenerationen-Charakter, so Wilken. Die neuen Räume, zu denen noch mehrere Gruppen- und Lagerräume zählen, sollen deshalb auch barrierefrei eingerichtet werden. Auch das Pfarrhaus, in dem Pfarrer Wilken lebt und das Pfarrbüro untergebracht ist, wird umgebaut. Hier sollen zwei Gruppenräume für unterschiedlichste Nutzungen eingerichtet werden. Auch eine neue Küche und Sanitäranlagen sollen installiert werden. 

Räume für alle Bürger

Im neuen Anbau sollen dann weitere Räume, etwa für die Firm- und Erstkommunionkatechese oder auch die "Teestube"  für die selbst verwaltete, offene Arbeit der KJW Raum finden. Eine Küche soll auch hier entstehen, mit einem Zugang zu einem neuen Terrassenbereich mit Garten, der beim Sixtus-Haus fehle. Im Sanitärbereich des Anbaus soll auch eine Dusche entstehen, damit die Kinder- und Jugendgruppen der umliegenden Zeltlagerplätze eine Übernachtungsmöglichkeit für die "Robinsontage" finden, so Wilken. Weiter wird es Lagermöglichkeiten für Materialien der Sommer- und Zelt- und Herbstlager geben. Der Gemeindesaal soll zur Unterstützung der Vereinsarbeit dienen und nicht privat vermietet werden. 


Das Pfarrhaus in Werlte, das vor einigen Jahren von außen saniert worden ist, soll einen Anbau erhalten. Dafür muss das Gebäude rechts daneben abgerissen werden. Foto: Mirco Moormann


Derzeit sind die Räume für die Senioren im Obergeschoss des Sixtus-Hauses untergebracht, was sich trotz Fahrstuhl als schwierig erweise, so Wilken. Auch hier müssten Heizungsanlage, Küche und Toiletten dringend erneuert werden. Wie das Pfarrhaus benötige auch das Sixtus-Haus eine neue Dämmung. Im Obergeschoss des Sixtus-Hauses wird dann Pfarrer Wilken eine neue Wohnung beziehen, zudem entsteht eine Gästewohnung und ein Besprechungsraum. Die Bücherei im Erdgeschoss bleibt, hinzu kommt das neue Pfarrbüro für die Mitarbeiter. Das zweite Obergeschoss soll nach derzeitigen Stand vorerst ungenutzt bleiben.

Kosten von 1,45 Millionen Euro

Die Kosten von insgesamt 1,45 Millionen Euro teilen sich laut Wilken auf 1,1 Millionen Euro für den 640 Quadratmeter großen, dreiteiligen Anbau und den Umbau des Pfarrhauses und 350.000 Euro für die Sanierung des Sixtus-Hauses auf. Er hoffe auf Fördermittel vom Landkreis und der Stadt Werlte von je 200.000 Euro, so Wilken. Sollten die Förderzusagen kommen, könne mit den Detailplanungen und den Ausschreibungen begonnen werden, so der Geistliche. Die Planungen sehen vor, im kommenden Jahr den Anbau zu errichten, dann 2020 das Sixtushaus umzubauen und 2021 das Pfarrhaus zu sanieren.

Für die Unterstützung der Maßnahme hat sich der Werlter Auschuss für Familie, Jugend und Sport bereits mehrheitlich ausgesprochen. Aufgrund der noch im Aufbau befindlichen neuen Jugendarbeit in der Stadt gab es die Forderung von Christoph Lorenz (SPD), die 200.000 Euro für den Aufbau der Jugendarbeit auszugeben. Die Stadt baue schon die neue Krippe am Sixtus-Kindergarten für die Kirche. Die Unterstützung beim Bau des Gemeindezentrum sei "nicht vorrangige Aufgabe der Stadt", so Lorenz.

Mehrheit der CDU für Förderung

Die Mehrheit der CDU sprach sich jedoch klar dafür aus, die Kirche zu unterstützen. Johanna Albers sagte, dass das Geld indirekt auch für alle Kinder, die etwa an den Zeltlagern teilnehmen, sei. Mit den jetzigen Planungen öffne sich die Kirche und erweitere den Ortskern. Ausschussvorsitzender Wilhelm Goldschmidt wies jedoch darauf hin, dass die 200.000 Euro vor dem Hinterrund gezahlt würden, dass sich auch die Kirche weiter an der Umsetzung der neuen Jugendarbeit beteilige. Bei zwei Gegenstimmen der SPD sprach sich der Ausschuss mehrheitlich dafür aus, das Vorhaben zu unterstützen.



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