8500 Euro gehen nach Werlte Energieregion Hümmling gewinnt Klimapreis

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Den mit 8500 Euro dotierten Preis haben Kathrin Klaffke und Ludger Kewe (Mitte) von Umweltminister Olaf Lies (rechts) und dem Präsidenten des Niedersächsischen Landkreistages, Bernhard Reuter, überreicht bekommen. Foto: Ulrich PucknatDen mit 8500 Euro dotierten Preis haben Kathrin Klaffke und Ludger Kewe (Mitte) von Umweltminister Olaf Lies (rechts) und dem Präsidenten des Niedersächsischen Landkreistages, Bernhard Reuter, überreicht bekommen. Foto: Ulrich Pucknat

Werlte/Hannover. Als "großer Klimaschutz-Leuchtturm" ausgezeichnet worden ist das Projekt "Klimaschutz an Schulen" der Energieregion Hümmling jetzt in Hannover.

Umweltminister Olaf Lies (CDU) und der Präsident des Niedersächsischen Landkreistages, Bernhard Reuter, haben insgesamt 14 Preisträgern am Dienstagabend im Alten Rathaus der Landeshauptstadt die Auszeichnungen im Wettbewerb „Klima kommunal 2018“ überreicht. Der Hauptpreis "Niedersächsische Klimakommune 2018", der mit 20.000 Euro Preisgeld dotiert ist, ging an die Gemeinde Cremlingen bei Göttingen.

Zudem wurden "Klimaschutz-Leuchttürme" mit Preisgeldern von 8500 und 4000 Euro sowie der Zukunftspreis mit 5000 Euro vergeben. In der zweitbesten Kategorie kam auch die Energieregion Hümmling mit dem Projekt "Klimaschutz an Schulen der Energieregion Hümmling" zum Tragen. Zur Energieregion zählen die Samtgemeinden Werlte, Sögel, Lathen und Nordhümmling. 

Verdienst der teilnehmenden Schulen

Projektinitiatorin und -leiterin ist die im Werlter Klimacenter ansässige Klimaschutzmanagerin Kathrin Klaffke, die den Preis gemeinsam mit Ludger Kewe, Samtgemeindebürgermeister aus Werlte, entgegennahm. "Das ist eine großartige Auszeichnung – viel mehr, als ich überhaupt erwartet habe", sagte Klaffke im Gespräch mit unserer Redaktion. Dass das Projekt in der zweitbesten Kategorie abgeschnitten hat, sei auch ein Verdienst der teilnehmenden Schulen, für die diese Auszeichnung ebenfalls gelte, so Klaffke. 

Auch Kewe freut sich sehr über den Preis, der "die innovativen Aktivitäten der Energieregion Hümmling für den Klimaschutz würdigt". Der Dank der Samtgemeinden Lathen, Nordhümmling, Sögel und Werlte gelte "dem beispielgebenden Engagement Klaffkes und allen beteiligten Akteuren in den Schulen der Region", die das Projekt mit Leben gefüllt und damit nicht zuletzt aktiv zu einer Energieeinsparung und Kohlendioxid-Minderung beigetragen hätten.

Seit dem Schuljahr 2015/16 bietet die Energieregion den Schulen in den Samtgemeinden ein Prämiensystem zur Energieeinsparung. Zum einem wird eine Energieeinsparung realisiert durch den Aufbau eines Energiecontrollings, Hausmeister-Schulungen sowie die Umsetzung von Maßnahmen wie etwa einer optimierten Heizungseinstellung. Zum anderen trägt ein umfangreiches pädagogisches Angebot dazu bei, dass Klimaschutz in den Alltag integriert wird und vor Ort erlebbar ist, etwa bei einem Klimafrühstück. 


Schüler der Grundschule Fresenburg beim Klima-Frühstück. Foto: Grundschule Fresenburg


Mit einem Prämiensystem werden durchgeführte Klimaschutz-Aktivitäten der Schulen belohnt: Sie erhalten eine Geldprämie, die wiederum für den Besuche von außerschulischen Lernorten oder Projekttage genutzt werden kann. So konnten auch jetzt wieder 26 Grund- und weiterführende Schulen mit Prämien in Höhe von 16.000 Euro ausgezeichnet werden. 

5000 Schüler beteiligt

Viele Schulen haben laut Klaffke Arbeitsgruppen gegründet oder Projekt- und Aktionstage veranstaltet, an de-nen sich die Kinder und Jugendlichen intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt haben. Insgesamt 5000 Schüler seien so am Projekt beteiligt. An allen weiterführenden Schulen fanden Projekttage mit dem Bochumer Umweltbildungsunternehmen Geoscopia statt, um den Schülern durch Live-Satellitenbilder der Erde die Ursachen und Folgen von Klimaveränderungen deutlich zu machen. 


Die Schüler haben – wie hier in Hilkenbrook – durch das Projekt gelernt, aktiv Energie zu sparen und die Heizungen herunterzudrehen, wenn niemand im Raum ist. Foto: Archiv/Moormann


Darüber hinaus haben im vergangenen Jahr sich allein 15 Grundschulen mit mehr als 1900 Schülern an der Aktion „Grüne Meilen“ beteiligt und Punkte sammelt, in dem sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kamen. Auch die Lehrkräfte erhalten beim Projekt Unterstützung. Sie wurden im Klimacenter Werlte geschult und bekamen zahlreiche Materialien für den Unterricht.


Vertreter von 26 Schulen haben am Klimacenter in Werlte die Prämien zum Energiesparen entgegengenommen. Foto: Energieregion Hümmling


Das Projekt hat in den vergangenen drei Jahren mit dazu beitragen, dass die Energieverbräuche an den Schulen nachweislich gesunken sind, so Klaffke. Das Klimaschutzprojekt wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Kommunalrichtlinie. Das Vorhaben wurde bis Mai 2020 verlängert.



 


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