Touristiker informieren sich Fahrten mit dem „Pingel-Anton“ sollen zum Erlebnis werden

Von Michael Sterk

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Nächster Halt am Bahnhof in Lathen: Mehr als 30 Interessierte nahmen an der Infofahrt über die Nutzung des „Pingel-Antons“ teil. Foto: Michael SterkNächster Halt am Bahnhof in Lathen: Mehr als 30 Interessierte nahmen an der Infofahrt über die Nutzung des „Pingel-Antons“ teil. Foto: Michael Sterk

stmi Werlte/Lathen. Um Touristikern die Möglichkeiten der gewerblichen Nutzung des Pingel-Antons zu demonstrieren, hat der Touristikverein Sögel zu einer Info-Fahrt von Werlte nach Lathen und wieder zurück eingeladen.

Auf dem Weg berichtete Oliver Fok, Direktor des Emslandmuseums Schloss Clemenswerth, dass in Zukunft alle großen Events in der Umgebung mithilfe des Zuges zu erreichen sein sollen. Die Fahrt soll hierbei auch zum Erlebnis werden. „Wie die Zugfahrten in den Harry-Potter-Filmen“, scherzte Fok.

Laut Jens Niermann, Touristikleiter der Samtgemeinde Werlte, ist es geplant, den „Pingel-Anton“ im Sommer nächsten Jahres regelmäßig auf der Strecke fahren zu lassen. Jeden zweiten Sonntag soll die Bahn vormittags und nachmittags von Werlte über Sögel nach Lathen und wieder zurückfahren. Auf diese Weise sollen die Bürger der Gemeinden ganz einfach die Angebote der anderen nutzen können.

Drei Waggons verfügbar

An der jetzt durchgeführten Info-Fahrt nahmen mehr als 30 Touristiker teil. Der genutzte Waggon kann Niermann zufolge bis zu 40 Personen mitnehmen. Allerdings sind insgesamt drei Wagen verfügbar, dies hebe die Anzahl auf ungefähr 100 Mitfahrende an. Ein Waggon sei hauptsächlich für den Transport von Gepäck oder Fahrrädern gedacht. Gerade für Fahrradtouren wäre der „Pingel-Anton“ optimal geeignet, da es laut Niermann entlang der Strecke viele Orte gibt, die sich gut dafür eignen.

Der Zug dürfe zwar nicht überall halten, es gebe allerdings einige Haltestellen entlang der Route. Auch das Schloss Clemenswerth ist nach Mitteilung des Museumsdirektors gut zu erreichen. Von der Haltestelle in Waldhöfe aus, kann Fok zufolge das Gelände in kürzester Zeit erreicht werden.

Zug kann gemietet werden

Während der Fahrt beantwortete Niermann zudem einige Fragen in Bezug auf den Gebrauch des „Pingel-Anton“. Dieser kann nach seinen Worten von jedem gemietet werden, die Anzahl an Mitfahrenden habe dabei keine Untergrenze. Interessierte werden gebeten, sich frühzeitig anzumelden, da für jede Fahrt Fahrpläne bestellt werden müssen. Auch das Schießgebiet in Sögel sei hierbei ein Faktor, da der Zug nicht passieren darf, wenn Übungen stattfinden.

Die Kosten hängen von der Dauer der Mietzeit und der Strecke ab, belaufen sich aber im Schnitt auf 250 bis 300 Euro. Neben einer eigenen Bar bietet der Zug auch umstellbare Lehnen, sodass Mitfahrer sich entlang oder entgegen der Fahrtrichtung positionieren können. Mit der Info-Fahrt zeigte sich Niermann zufrieden. „Das Stimmungsbild war positiv, die Teilnehmer wurden alle umfassend informiert und fanden es interessant.“


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