Teilnahme am Ötztal-Radmarathon Werlter Radteam bei härtestem Eintages-Radmarathon in Europa dabei

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Den Ötztalmarathon in Angriff nehmen (von links) Georg Schlangen, Devid Friedemann, Franz Knese, Stephan Lünswilken und Hans Bollen. Christian Hanekamp muss verletzungsbedingt leider passen. Foto: Radteam WerlteDen Ötztalmarathon in Angriff nehmen (von links) Georg Schlangen, Devid Friedemann, Franz Knese, Stephan Lünswilken und Hans Bollen. Christian Hanekamp muss verletzungsbedingt leider passen. Foto: Radteam Werlte

Werlte/Sölden. Fünf Männer des Werlter Radteams nehmen am Sonntag, 2. September, am Ötztaler Radmarathon teil – dem härtesten Eintages-Radmarathon in Europa.

Wie Devid Friedemann im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, führt der Ötztaler Radmarathon über einen Rundkurs von Sölden in Tirol über vier Alpenpässe (Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch) und ist mit 238 Kilometern Länge und 5500 Höhenmetern des härteste Eintages-Rennen in Europa. 

"Die Strecke verlangt uns jede Menge Kraft, Ausdauer und Zielstrebigkeit ab", meint Friedemann. Auf dem Timmelsjoch erreiche man eine Höhe von etwa 2500 Metern. Hinauf müssten Anstiege von 14 Prozent überwunden werden. "Das kann an die Substanz gehen", weiß Friedemann, der wie alle anderen Starter aus Werlte ein erfahrener Radsportler ist. "Nach acht Stunden im Sattel dann noch drei Stunden bergauf, da muss das Wetter auch mitspielen, sonst macht es einen mürbe", so der Werlter. Bei Schnee oder gar Regen müsse man besonders gut aufpassen. Hinab gehe es dann – nur bei idealen Wetterbedingungen – mit Tempo 100 zurück ins Tal.

Nur 4000 Startplätze

30.000 Sportler bewerben sich laut Fiedemann bereits im Februar, um einen der 4000 limitierten Startplätze zu erhalten. Die Starter aus aller Welt stellen sich dann dieser ultimativen Herausforderung. Das Radteam Werlte geht in diesem Jahr mit fünf Radsportlern an den Start. Neben Friedemann sind noch Georg Schlangen, Franz Knese, Stephan Lünswilken und Hans Bollen, der das "Race across Germany" erfolgreich absolviert hat, dabei. Durch einen Trainingssturz mit Schulter- und Rippenprellung fällt Christian Hanekamp leider aus, so Friedemann. 

"Wir kompensieren den Anstieg auch über die Kilometermasse, die wir fahren."Devid Friedemann

Mit jeweils 5000 bis 8000 Trainingskilometern haben sich die Radsportler von Sparta Werlte seit Januar intensiv auf dieses besondere Event vorbereitet. Trainiert wurde im Sauerland, um Steigungen zu fahren. Aber letztlich habe man auch im flachen Norddeutschland Möglichkeiten, an die Grenzen zu gehen, etwa bei Gegenwind. "Wir kompensieren den Anstieg auch über die Kilometermasse, die wir fahren", so Friedemann. Auch eine psychische Vorbereitung sei nötig, um unterwegs fokussiert und zielstrebig zu bleiben. 

Am Donnerstagabend machen sich die Werlter auf den Weg. Am Freitag ist Ankommen angesagt, bevor sie sich dann am Samstag einfahren werden. Am Sonntag geht das Rennen bereits um 6.45 Uhr los.  Bei guten Wetterbedingungen sind Zielzeiten zwischen neun und elf Stunden angepeilt, meint Friedemann. Bei Regen und Kälte sind Durchhalten und ins Ziel kommen oberstes Gebot.


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