Besuch bei 3N Werlter Wildpflanzenprojekt kommt bei Ministern gut an

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Werlte. Mit Barbara Otte-Kinast und Olaf Lies haben gleich zwei Niedersächsische Minister das 3N-Kompetenzzentrum in Werlte besucht.

Die nachhaltigen Umweltprojekte standen beim Besuch der Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast (CDU) und Umweltminister Lies (SPD) im Fokus. Otte-Kinast hob das Projekt zum Anbau mehrjähriger Wildpflanzen auf Flächen in Lingen hervor, das 3N in Kooperation mit der Landesjägerschaft ins Leben gerufen hat. Sie zeigte sich „begeistert“ von den ersten Ergebnissen. Vielversprechend sei die Fähigkeit der tiefwurzelnden Wildpflanzen, Nährstoffe und besonders Stickstoffe wie Nitrat zu binden. Sie wolle das Projekt bei der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union mit einbringen, so Otte-Kinast.

Wegerandstreifen und Biogas

Umweltminister Lies sprach sich für eine Lockerung der Vorschriften beim Anlegen von Wegerandstreifen aus. Zeitlich variable Aussaatzeiten seien aufgrund von unterschiedlichen Witterungsverhältnissen nötig, so Lies. Es gehe um die Frage, was wann angebaut werden solle, so Lies.

Auch beim Thema Biogas zeigte sich Lies zuversichtlich, was die Genehmigung von Gemeinschaftsanlagen angeht. Im Gespräch mit zahlreichen geladenen Gästen, darunter auch Direktor der Landwirtschaftskammer, Hans-Joachim Harms, wurde deutlich, dass nach derzeitiger Praxis Gemeinschaftsanlagen nicht anerkannt werden, da der Flächennachweis fehle. Lies sprach von „einem lösbaren Problem“.

Minister beeindruckt

Grundsätzlich zeigten sich beide Minister beeindruckt von den Aktivitäten des Kompetenzzentrums. Geschäftsführerin Marie-Luise Rottmann-Meyer ging in ihrer Vorstellung auf die Arbeitsfelder nachhaltige Landnutzungskonzepte, Biogasanlagen als Systemdienstleister, Bauen mit Holz und Klimaschutz und Biopolymere und neue Materialien ein. Einen Kontakt zu einem Hersteller von Bio-Kunststoffen könne er herstellen, sagte Lies mit Blick auf die Mitgliederstruktur des Kompetenzzentrums.

Denn seit der Gründung vor zwölf Jahren seien, so teilte es Reinhard Winter, Landrat und Vorsitzender von 3N, mehr als 30 Unternehmen dem Zentrum beigetreten. Die landesweite Kompetenzstelle habe in den vergangenen Jahren rund 17 Millionen Euro an Fördergeldern in die Region und nach Niedersachsen geholt, so Winter. „3N ist derzeit an 16 europäischen und nationalen Projekten beteiligt und engagiert sich in regionalen Projekten wie dem Klimacenter“, ergänzte Rottmann-Meyer. Zum Abschluss des Besuchs gab es einen Rundgang durch das Klimacenter und den neuen Energiecontainer mit verschiedensten Speichertechniken.


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