MVZ seit 9. Juli geöffnet Werlter Gesundheitszentrum eingeweiht

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Werlte. Den geistlichen Segen erhalten hat das neue Gesundheitszentrum in Werlte. Damit ist es einige Wochen nach Start des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) jetzt offiziell eröffnet worden.

Nach zwei Jahren Planungs- und Bauphase gehe man mit der Einweihung nun den „finalen Schritt“, sagte Günther Scheffczyk vom Vorstand der Hümmlinger Volksbank, die das Gebäude im Stadtkern Werltes gebaut hat. Die Bauphase, die sich aufgrund des vergangenen, harten Winters um Wochen verschoben hatte, sei nun abgeschlossen, ebenso wie gelegentliche Konflikte mit den Handwerkern, so der Bankchef.

Gebäude komplett vermietet

Um so erfreulicher sei es, dass das etwa 1800 Quadratmeter große Gebäude nun komplett vermietet ist. Wie Scheffczyk weiter ausführte, ist im Erdgeschoss das städtische Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) – mit 300 Quadratmetern der größte Mieter im Haus – bereits aktiv ist. Seit dem 9. Juli ist es für Patienten geöffnet. Darin sind die Hausärzte Hedwig Kröger und Khalouk Almoalem tätig. Donnerstags und freitags gibt es vormittags eine orthopädische Sprechstunde des Hümmling-Hospitals Sögel mit Chefarzt Dietmar Jansen. Ebenfalls eingezogen ist Augenoptik Stammermann, das Sanitätshaus Kleyböcker folgt in Kürze.

Mehrere Praxen im Obergeschoss

Im ersten Obergeschoss sind mehrere Praxen eingerichtet, die von Zahnarzt Frank Brengelmann, einer Logopädin, einer Physiotherapeutin und einer Psychotherapeutin bezogen wurden und werden. Im zweiten Obergeschoss gibt es vier Wohnungen, die bereits alle verkauft sind, so Scheffczyk. Man habe nicht einmal dafür werben müssen, sagte der Bankchef: „Die Nachfrage war riesig.“

Kosten von drei Millionen Euro

Denn alleine mit den Mieteinnahmen seien die Kosten von drei Millionen Euro für das energieeffiziente Gebäude ohne Grundstück nicht zu stemmen, sagte Scheffczyk, der sich bei der Stadt, die als Träger und Ideengeber für das MVZ aufgetreten sei, bedankte. Ebenso habe die Zusammenarbeit mit den Architekten Kieselhorst, der zwischen den Handwerkern vermittelt habe, gut funktioniert.

Nicht zuletzt galt sein Dank auch Wilhelm Sap vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL). Die Landesbehörde habe das Bauprojekt mit 200.000 Euro unterstützt. „Den Bescheid haben wir, nun müsste auch das Geld langsam kommen“, meinte Scheffczyk in seiner launigen Ansprache. Sap betonte den „innovativen Charakter“ des Projektes mit kommunalem MVZ und attestierte ihm zudem eine Vorbildfunktion in der medizinischen Grundversorgung.

Dinge „vor Ort in die Hand genommen“

In Anwesenheit zahlreicher Gäste wünschte Scheffczyk allen Mietern und Bewohnern ein gutes Zusammenleben, bevor Pastor Josef Wilken von der Sixtus-Kirchengemeinde und Pastor Uwe Hill von der Lukas-Kirchengemeinde das Gebäude segneten. Hill bezeichnete den Bau als „Zeichen der Hilfsbereitschaft und Solidarität“, Wilken betonte positiv, dass „vor Ort die Dinge in die Hand genommen worden sind“. Gemeinsam wünschten sie allen Beteiligten „einen guten Start und viel Erfolg“.

Erweiterung folgt

Das Bauprojekt kam im August 2016 durch einen von der CDU gestellten Antrag auf die politische Agenda und wurde im Mai 2017 begonnen. In einem weiteren Schritt soll das Gesundheitszentrum dann noch einmal um 800 Quadratmeter erweitert werden. Hierfür soll das Gebäude der bisherigen, benachbarten Arztpraxen Walther/Kröger/Almoalem abgerissen und das Gebäude bis an die Albert-Trautmann-Apotheke herangebaut werden. Den zweiten Bauabschnitt wird dann, so Scheffczyk, die Familie Hesekamp als Investor und Apothekeninhaber übernehmen.


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