Auszeichnung für Firma WPM Werlter Präzisionstechnik lässt Züge sicher bremsen

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Werlte. In einer Stichstraße im Schatten der Werlter Möbelstraße liegt das Unternehmen Werlter Präzisions-Mechanik (WPM). Dem Hersteller von Präzisionsdrehteilen ist jetzt eine besondere Ehre zuteil geworden.

Wie Geschäftsführer Hugo Rameil im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, ist das Unternehmen von der Knorr-Bremse, dem weltweit führenden Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge, als „Preferred Supplier“ ausgezeichnet worden. Mit der Einstufung als „Preferred Supplier“ werden nur die Lieferanten des Knorr-Bremse-Konzerns ausgezeichnet, die laut Rameil „herausragende Leistungen bei der Lieferung ihrer Produkte erbringen und sich somit als strategische Partner empfehlen, die auch in den Produktentwicklungs- wie auch Wertschöpfungsprozess frühzeitig eingebunden werden können.“ Die Bewertung wird einmal jährlich durchgeführt und basiert unter anderem auf Kriterien wie Prozesssicherheit, Liefertreue, Produktqualität, Preisführerschaft, Bonität und Flexibilität.

25 Angestellte in Werlte

Wie Rameil weiter erklärt, liefert WPM an den Knorr Bremse-Konzern „sicherheitsrelevante, von der Geometrie her hochkomplexe Teile sowohl in den Produktionsbereich pneumatischer als auch hydraulischer Bremssysteme“. Der 58-Jährige ist stolz auf die Leistung des Unternehmens mit 25 Angestellten. „Wir freuen uns sehr über diese Einstufung. Durch die inhaltlich enge und verzahnte Zusammenarbeit und den regen Austausch ergeben sich Prozessverbesserungen auf beiden Seiten, die zu Vorteilen bei den Materialkosten, der Kapazitätsplanung und in der Produktionsgeschwindigkeit führen“, sagt der aus dem Sauerland stammende Rameil, der vor zwei Jahren die Geschäftsführung des Unternehmens übernommen hat.

Hochkomplexe Bauteile

Im Fokus steht bei WPM laut Rameil die Herstellung von Präzisionsdrehteilen und -frästeilen aus zerspanbaren Werkstoffen aller Art. Das Unternehmen ist Zulieferer für die Bereiche Automobilindustrie, Werkzeugmaschinenbau, Maschinenbau, Brandschutztechnik, Steuertechnik und Kabelindustrie und hat sich auf hochkomplexe Präzisionsteile spezialisiert. An den computergesteuerten Maschinen werden Einzelteile, Klein- und Großserien produziert.

„Bei den Produkten für die Bremsen von Zügen, die etwa in Russland unterwegs sind, ist eine hohe Qualität sehr wichtig“, sagt Rameil. Schließlich müsse die Bremse bei Temperaturen zwischen 40 und minus 40 Grad immer einwandfrei funktionieren. Und um solche Teile in gleichbleibender Qualität liefern zu können, müsse man auch das richtige Team haben. Bei WPM kann Rameil auf viele Angestellte zählen, die zum Teil schon seit Jahrzehnten im Unternehmen tätig sind.

Fachkräfte gesucht

Probleme gebe es aber bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden. Zwei sind derzeit im Unternehmen, einer kommt im Sommer hinzu. „Wir bieten eine gute Ausbildung und wollen auch gern alle Azubis übernehmen“, sagt Rameil, der von der dualen Ausbildung überzeugt ist. Auch als Facharbeiter ohne Studium kann man gutes Geld verdienen“, so der Elektrotechnik-Ingenieur, der selbst im Jahr 1976 mit einer Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker ins Berufsleben gestartet ist. Ausgebildet wird im Unternehmen, das 1971 von Gottfried Franz gegründet wurde, in den Berufen Zerspanungsmechaniker und Maschinen- und Anlagenführer.

Aufgrund der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt gibt es im Unternehmen zudem Überlegungen, künftig Roboter anzuschaffen, die einfache Aufgaben übernehmen sollen.


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