Förderverein stellt neuen Antrag Keine Fördermittel für Loruper Freibad in 2018

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Zahlreiche Bürger kamen zur Versammlung des Fördervereins, um über die Zukunft des Freibades zu sprechen. Foto: RiekenZahlreiche Bürger kamen zur Versammlung des Fördervereins, um über die Zukunft des Freibades zu sprechen. Foto: Rieken

Lorup. Seit Jahren kämpfen Loruper Bürger dafür, ein neues Freibad zu bauen. In diesem Jahr wird das Vorhaben erneut nichts, da entsprechende Fördermittel ausbleiben. Doch man werde am Ball bleiben, heißt es vom Förderverein.

Der marode Zustand des Bades ist bereits seit mehr als sieben Jahren bekannt, vor fünf Jahren wurde das Freibad, das mittlerweile zurückgebaut wurde, geschlossen. Nach vielen Gesprächen und Diskussionen gab es im vergangenen Sommer dann das vielversprechende Signal vom Gemeinderat: Der Bau eines Freibades wird von der Kommune finanziell unterstützt – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es auch Fördermittel vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) gibt.

Keine Hoffnung auf Förderung

Zum Stichtag des 15. Septembers hatte die Gemeinde den entsprechenden Antrag an das Amt in Meppen geschickt. Leider, so teilt es der Vorsitzende des Fördervereins Schwimmbad Lorup, Hans Rieken, mit, habe das Amt in Gesprächen keine große Hoffnung auf eine Förderung gemacht. Es habe die Aussage aus Meppen gegeben, dass der Antrag bei der Vergabe der Fördermittel wohl nicht berücksichtigt werde, sodass der Antrag jetzt zurückgezogen werden soll, so Rieken.

Neuer Antrag bis September

Dieses Vorgehen habe man jüngst in einer Versammlung des Fördervereins so beschlossen, sagte Rieken. Doch aufgeben werde man in dieser Sache nicht. „Wir haben den Antrag zurückgenommen, um beim Amt nicht unnötig Arbeit zu verursachen“, so Rieken im Gespräch mit unserer Redaktion. Ein überarbeiteter Antrag soll aber zum 15. September dieses Jahres erneut eingebracht werden. „Die Stimmung im Ort ist immer noch positiv, und die wollen wir erhalten“, so Rieken.

240.000 Euro Spenden

Rückhalt gebe dem Förderverein nicht nur die zahlreiche Teilnahme an der Versammlung, auf der die einhellige Meinung vertreten wurde, dass am Ball geblieben werden soll. Auch die Tatsache, dass aus dem Ort mittlerweile Zusagen für Spenden und Eigenleistungen in Höhe von 240.000 Euro zusammengekommen seien, zeige die Bereitschaft der Menschen, sich für ein Freibad einzusetzen. Gemeinsam hoffe man dann im kommenden Jahr auf eine positive Rückmeldung, so Rieken.

Kosten von einer Million Euro

Das ArL hatte, so hieß es im vergangenen Sommer im Gemeinderat, in Aussicht gestellt, Mittel in Höhe von knapp 500.000 Euro für den Freibadbau zu vergeben. Die Gesamtkosten für das neue Freibad inklusive Grundstück wurden mit etwa einer Million Euro beziffert – allerdings standen zuvor auch Summen zwischen 400.000 und 2,4 Millionen Euro im Raum. Seitens der Gemeinde wurde eine Förderung von 400.000 Euro genannt. Allerdings war man damals von Spenden und Eigenleistungen in Höhe von 150.000 Euro ausgegangen.

Die Unterhaltskosten des laufenden Betriebs belaufen sich pro Jahr auf insgesamt gut 78.000 Euro. Hiervon wird die Gemeinde 40.000 Euro übernehmen, das wurde bereits vom Rat beschlossen. Den Rest übernimmt der Förderverein, der auch die Spenden im Ort gesammelt und weitere Eigenleistungen zum Bau hinzu steuern wird.

Seitens aller Fraktionen gab es eine Zustimmung für den Bau eines Freibades. Seitens der CDU hieß es aber auch, dass der Bau nicht teurer als eine Million Euro werden dürfe, da die Gemeinde sich keine höheren Zuschüsse leisten könne. Mit dem Bau der neuen Kita, die mit Kosten von zwei Millionen Euro veranschlagt ist, hat die Kommune bereits ein großes Bauprojekt zu stemmen.


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