Raimar Walther im Ruhestand Werlter Mediziner ziehen in das Gesundheitszentrum

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Werlte. Sein letzter Tag in Werlte steht an: Hausarzt Raimar Walther, der seit 1985 als Allgemeinmediziner auf dem Hümmling praktiziert hat, wird sich am Freitagvormittag, 29. Juni, von seinen Patienten verabschieden.

Dann werde er sich im verdienten Ruhestand, wie der 67-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, neuen Aufgaben widmen. Er sei gern in Werlte tätig gewesen und habe immer die gute Zusammenarbeit in der Praxis an der Hauptstraße geschätzt, so Walter.

Seine Kollegen Hedwig Kröger und Khalouk Almoalem werden in der darauffolgenden Woche in das neue Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) im Gesundheitszentrum umziehen. Deshalb werden beide Praxen, die sich an der Hauptstraße befinden, ab morgen geschlossen.

Eröffnung am 9. Juli

Am Montag, 9. Juli, soll dann die Neueröffnung des MVZ erfolgen. Wie Werltes stellvertretender Stadtdirektor Christian Rüve im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, habe der Zulassungsausschuss der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) die Genehmigung für das MVZ zum 1. Juli erteilt. Damit sei „die letzte Hürde genommen“, so Rüve. In der kommenden Woche soll neben dem Umzug der Mediziner auch die Röntgenanlage installiert werden.

Im Werlter MVZ wird es dann auch eine orthopädische Sprechstunde des Hümmling-Hospitals Sögel geben. Vorerst soll diese immer donnerstags und freitags am Vormittag durchgeführt werden, so Rüve.

Insgesamt 1800 Quadratmeter Fläche

Das MVZ, das in Trägerschaft der Stadt Werlte steht, wird mit einer Fläche von 300 Quadratmetern der größte Mieter im Gesundheitszentrum, das von der Hümmlinger Volksbank als Investor errichtet wurde. Insgesamt stehen im Gebäude 1800 Quadratmeter zur Verfügung. Im Erdgeschoss werden sich zudem ein Optiker und ein Sanitätshaus niederlassen.

Im ersten Obergeschoss des Gebäudes an der Ecke Hauptstraße/Meyerhof ziehen eine Physiotherapie-Praxis und eine Psychologin ein. 230 Quadratmeter sind für eine Zahnarztpraxis vorgesehen. Im zweiten Obergeschoss wird derzeit noch an vier Eigentumswohnungen gearbeitet, die alle eine Dachterrasse haben und auch alle bereits verkauft sind.

Drei Millionen Euro Kosten

Knapp drei Millionen Euro wird das Bauprojekt kosten, das im August 2016 durch einen von der CDU gestellten Antrag auf die politische Agenda kam und im vergangenen Mai begonnen wurde. In einem weiteren Schritt soll das Gesundheitszentrum dann noch einmal um 800 Quadratmeter erweitert werden. Hierfür soll das Gebäude der bisherigen Praxen Walther/Kröger/Almoalem abgerissen und das Gebäude bis an die Albert-Trautmann-Apotheke herangebaut werden. Den zweiten Bauabschnitt wird dann – so die bislang vereinbarte Regelung – die Familie Hesekamp als Investor und Apothekeninhaber übernehmen.

Auch der Abschnitt der Straße „Meyerhof“ von der Hauptstraße zur Kreuzung am Friedhof soll bis zur Eröffnung fertig sein.


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