Info über Patientenverfügung KFD-Regionalkonferenz in Werlte zum Thema Vorsorge

Meine Nachrichten

Um das Thema Werlte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Petra Engeln vom Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) in Papenburg sprach in Werlte über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Foto: ArlingPetra Engeln vom Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) in Papenburg sprach in Werlte über Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Foto: Arling

Werlte. Ein Vortrag zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung stand im Mittelpunkt der Regionalkonferenz Emsland-Nord der KFD im Sixtus-Haus in Werlte.

Petra Engeln vom Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) in Papenburg referierte unter dem Titel „Für mich ist gesorgt“. Sie informierte über die verschiedenen Vorsorgemöglichkeiten und zeigte den Frauen aus den KFD-Ortsvorständen anhand von Beispielen auf, was wofür und warum wichtig ist – und wie durch rechtzeitige Vorsorge ein gerichtliches Betreuungsverfahren vermieden werden kann.

Person des Vertrauens einsetzen

„Leider gibt es immer noch eine große Anzahl von Bürgern, die das Thema lieber verdrängen und bei denen es große Informationslücken gibt“, sagte Engeln. Bereits ein schwerer Unfall könnte ihren Worten zufolge eine Situation herbeiführen, in der Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung eine wichtige Rolle bei der Beachtung der Wünsche des Betroffenen spielen könnten. „Mit einer Vorsorgevollmacht beauftragt der Vollmachtgeber eine Person seines Vertrauens stellvertretend für ihn zu handeln, falls er durch Krankheit, Unfall oder Alter nicht mehr in der Lage sein sollte, seine Angelegenheiten selbst zu regeln“, erklärte sie.

Ehepartner oder Kinder könnten nicht automatisch entscheiden, gab Engeln zu verstehen. „Wenn keine Vorsorgevollmacht vorliegt, wird eine gesetzliche Betreuung eingerichtet.“ Eine Patientenvollmacht sollte immer in Verbindung mit einer Patientenverfügung stehen, erklärte Engeln weiter und ergänzte, dass eine Patientenverfügung sich nur auf den gesundheitlichen Bereich beziehe und die Entscheidungswünsche des Bevollmächtigten bei ärztlichen Maßnahmen beinhalte, „wobei es dann oft um lebensverlängernde Maßnahmen geht“.

Formulare verteilt

Engeln überreichte allen interessierten Frauen ein Formular einer Patientenverfügung, um die einzelnen Punkte detailliert zu besprechen und zu erklären. „Betreuungsvereine und Hausärzte beraten außerdem ausführlich darüber, was in einer Patientenverfügung festgehalten werden sollte, individuell, auf jeden persönlich zugeschnitten“, so Engeln. Sie plädierte dafür, sich unabhängig vom Alter mit dieser Materie auseinanderzusetzen. „Jeder ab 18 Jahren sollte sich darum kümmern und für sich eine Vorsorge treffen.“

Großes Engagement

Regionalvorstands-Vorsitzende Marlies Etmann lobte indes die Frauen für das großartige Engagement bei der Stiftesammel-Aktion „Stifte machen Mädchen schlau“, mit deren Erlös syrische Flüchtlingsmädchen im Libanon schulische Unterstützung erhalten. Zudem ermunterte Etmann die Frauen zur namentlichen Mitgliedererfassung per Computer und gab die vorgesehenen Schulungstermine bekannt.

Dekanatssprecherin Leni Schmits lud zur Feier zum 90-jährigen Bestehen des KFD-Bundesverbandes am 6. Oktober 2018 nach Düsseldorf ein. Abschließend bedankte sich Etmann bei dem Werlter KFD-Leitungsteam für die Ausrichtung der Konferenz mit einem geistlichen Impuls zu Beginn. Zudem überreichte sie Engeln ein Buchpräsent als Dankeschön für den Vortrag.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN