Zu geringe Entlastung des Verkehrs Werlter SPD gegen Straßenbau Richtung Bockholte

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Mithilfe des Verkehrsentwicklungskonzeptes soll der Verkehr auf der Kolpingstraße in Werlte verringert werden. Foto: Archiv/MoormannMithilfe des Verkehrsentwicklungskonzeptes soll der Verkehr auf der Kolpingstraße in Werlte verringert werden. Foto: Archiv/Moormann

Werlte. Die SPD im Werlter Stadtrat hat sich gegen eine angedachte Weiterführung der Ortskernentlastungsstraße von Werlte in Richtung Bockholte ausgesprochen. Die dadurch im Verkehrsentwicklungskonzept der Stadt vorgesehene Entlastung der Kolpingstraße sei nicht ausreichend.

Das Konzept, das Stadtdirektor Ludger Kewe im Stadtrat noch einmal vorstellte, sieht mehrere Maßnahmen zur Verringerung des Verkehrsaufkommens auf der Kolpingstraße im Ortskern vor. Laut Prognose werden in diesem sensiblen Bereich mit dem angrenzenden Schulzentrum im Jahr 2030 bis zu knapp 10.000 Fahrzeuge fahren.

Um diese Situation zu entschärfen, gibt es die Überlegungen, die Ortskernentlastungsstraßen (OKE) fortzuführen. Dies könne im Nordwesten zwischen Harrenstätter und Loruper Straße erfolgen, im Osten von der Oldenburger Straße zur Bockholter Straße. Hier werde die kurze Variante bevorzugt, da eine lange Umgehung bis hinter die Ortschaft Bockholte nicht wirtschaftlich und auch nicht förderfähig sei, so Kewe. Mithilfe der Kombination der kurzen Straße nach Bockholte und der Umgehung im Nordwesten kann der Verkehr laut Prognose in Zukunft auf der Bockholter Straße und weiter auf der Kirchstraße/Kolpingstraße um bis zum 2000 Fahrzeuge am Tag verringert werden.

Hinzu komme laut Kewe noch eine mögliche Umleitung von Rastdorf über die Südstraße auf die Loruper Straße, sodass die Rastdorfer Straße und der nachfolgende Bereich entlastet wird. Dennoch sei man trotz dieser Maßnahmen bei dem Verkehrsaufkommen an der Kolpingstraße noch immer „im roten Bereich“, so Kewe.

SPD-Fraktionsvorsitzender Heinz Schwarte machte deutlich, dass die SPD den Planungen für die Strecke von Werlte nach Bockholte nicht zustimmen werde. Die zu bauende Straße allein würde mit 800 Autos „nur weniger als zehn Prozent“ der Fahrzeuge von der Kolpingstraße holen. Zudem würde schon heute die Straße Osterend als Ausweichstrecke genutzt. Werner Röben ergänzte, dass ein Großteil der Fahrzeuge auf der Kolpingstraße nicht zwingen über die Bockholter Straße nach Werlte einfahren würde, sondern aus den Wohngebieten komme.

Heiner Jansen (CDU) betonte, dass die Kombination beider Entlastungsstraßen sinnvoll sei, und erinnerte an einen einstimmigen Beschluss aus dem Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Tourismus in dieser Sache. Letztlich fasste der Rat drei Beschlüsse zur weiteren Planung. Einstimmig sprachen sich die Ratsleute dafür aus, die Erweiterung der OKE im Nordwesten weiter zu verfolgen, auch die Umleitung über Rastdorf-Süd solle mit dem Landkreis erörtert werden. Beim Entscheid über die OKE in Richtung Bockholte stimmte die SPD mit sechs Stimmen gegen die Pläne, bei zwei weiteren Enthaltungen sprach sich die CDU-Mehrheit aber dafür aus.


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