Areal auf dem Prüfstand Munitionslager in Lorup wird vorerst nicht geschlossen

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Das Munitionslager der Bundeswehr in Lorup bleibt nun vorerst doch noch erhalten. Foto: MoormannDas Munitionslager der Bundeswehr in Lorup bleibt nun vorerst doch noch erhalten. Foto: Moormann

Lorup. Das Munitionslager der Bundeswehr in Lorup, das zum Ende des Jahres geschlossen werden sollte, steht wieder auf dem Prüfstand. Vorerst bleibt es deshalb bis mindestens Mitte 2019 erhalten.

Im Zuge der Diskussion um den Zustand der Wehr hat der Bundestag mehrere „Trendwenden“ eingeleitet. Erstmals seit 25 Jahren soll das Personal wieder steigen. Wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion mitteilt, habe die Bundeswehr auf die geänderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen mit den Trendwenden „Material“ und „Personal“ reagiert. Die daraus entstehenden Bedarfe – auch der Infrastrukturbedarf – würden derzeit umfassend vom Verteidigungsministerium geprüft. „Denn ein Mehr an Personal und Material bedeutet auch ein Mehr an Infrastruktur“, heißt es seitens des Landeskommandos Niedersachsen in Hannover.

Überprüfung im Koalitionsvertrag vereinbart

Wie im Koalitionsvertrag vereinbart, würden deshalb in einem ersten Schritt die derzeit noch genutzten, aber zur Abgabe geplanten Liegenschaften geprüft. Die Ergebnisse dieser bundesweiten Prüfung stünden noch nicht genau fest, heißt es aus Hannover weiter. Die geplante Schließung des Munitionslagers Lorup ist – wie bei anderen Liegenschaften auch – deshalb vorerst ausgesetzt worden. Grund hierfür sei, dass die übergreifenden Untersuchungen zu den künftig erforderlichen Munitionseinrichtungen bis voraussichtlich in das zweite Quartal 2019 andauern. „Bis dahin, also bis zur abschließenden Entscheidung über die weitere Nutzung wird die Liegenschaft in einem funktionsfähigen Zustand gehalten, das hierfür erforderliche Personal bleibt vor Ort“, so der Sprecher. Derzeit seien in Lorup noch drei zivile Mitarbeiter der Bundeswehr und der Sicherheitsdienst tätig.

(Weiterlesen: Nutzung des Loruper Munitionslagers weiter unklar)

70 Hektar groß

Im vergangenen Jahr hatte die Bundeswehr angekündigt, zum Ende des Jahres 2018 das Munitionslager in Lorup zu schließen. Damals waren noch vier Soldaten und zwölf zivile Angestellte in Lorup im Dienst. Die Soldaten und auch die Zivilmitarbeiter, zu denen Munitionsfacharbeiter, Lkw-Fahrer und Bürokräfte zählten, sind in anderen Standorten der Bundeswehr oder im öffentlichen Dienst untergekommen.

Die Schließung des 70 Hektar großen Lagers wurde schon im Jahr 2011 bekannt. Der bis 2004 als Luftwaffenmunitionsdepot 62 auf dem Hümmling geführte Standort ist dort 1974 eingerichtet worden. Der Abtransport der etwa 1000 Patriot-Luftabwehrraketen, die in den 40 Munitionshäusern mit jeweils 180 Quadratmetern Fläche aufbewahrt wurden, hat in 2016 und 2017 stattgefunden. Waffen werden in Lorup derzeit keine mehr aufbewahrt.

(Weiterlesen: Schließung des Munitionslager in Lorup steht fest)


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