Stiftungsvermögen aufgestockt Hümmlinger Volksbank schüttet 500.000 Euro aus

Von Mirco Moormann

Freuen sich über das erfolgreiche Jahr 2017 der Hümmlinger Volksbank: (von links) Albert Wessels (Aufsichtsrat), die Vorstände Edwin König und Günther Scheffczyk, Josef Klatte, Stefan Scholübbers und Walter Deitermann (Aufsichtsrat). Foto: Mirco MoormannFreuen sich über das erfolgreiche Jahr 2017 der Hümmlinger Volksbank: (von links) Albert Wessels (Aufsichtsrat), die Vorstände Edwin König und Günther Scheffczyk, Josef Klatte, Stefan Scholübbers und Walter Deitermann (Aufsichtsrat). Foto: Mirco Moormann

Werlte. Im Jubiläumsjahr der Hümmlinger Volksbank schüttet das Geldinstitut 500.000 Euro für Projekte in der Samtgemeinde Werlte aus. Das hat das Vorstandsmitglied Günther Scheffczyk auf der Generalversammlung verkündet.

Das Geldinstitut wird, so Scheffczyk, zum Teil in die 2012 gegründeten Stiftungen fließen. 200.000 Euro sollen demnach prozentual auf die Hümmlinger Volksbank-Stiftung sowie in die Bürgerstiftungen aus Werlte, Vrees und Rastdorf aufgeteilt werden. So kämen jährlich noch einmal 13.000 Euro zu den insgesamt 50.000 Euro an Spenden aus den Stiftungen und den Erträgen des Gewinnsparens hinzu, so Scheffczyk.

Sondertopf mit 300.000 Euro

Weiter soll zum Jubiläum ein Sondertopf in Höhe von 300.000 Euro zur Verfügung gestellt werden, aus dem Großprojekte in der Samtgemeinde unterstützt werden sollen. Über Einzelmaßnahmen sei noch nicht entschieden worden. „Hier ist noch alles möglich“, sagte Scheffczyk und nannte als mögliche Beispiele den Trail-Park in Werlte oder den Bau von Mehrzweckhallen in Vrees und Rastdorf. „Für uns sind das Investitionen in die Zukunft“, sagte der Bankvorstand. Mit dem Gelingen von Projekten würden weitere Entwicklungschancen in den Kommunen gegeben, wodurch nicht zuletzt auch die Attraktivität gesteigert werde.

Scheffczyk wies darauf hin, dass das ausgeschüttete Geld aus Sondererträgen der Bank aus der Hebung von stillen Reserven bei Beteiligungen und Wertpapieren und auch aus dem Windpark stamme. Die ordentlichen Bankerträge seien dafür nicht angefasst worden. „Wir hatten Sondereinnahmen und wollen davon etwas zurückgeben“, so Scheffczyk.

Bilanzsumme jetzt bei 288 Millionen Euro

Auf die wirtschaftliche Lage der Bank ging Vorstandsmitglied Edwin König bei der Vorstellung der Bilanz ein. Das Geschäftsjahr 2017 sei durch ein überdurchschnittliches Wachstum bei den Kundenausleihungen gekennzeichnet gewesen, so König. 5,7 Prozent Zunahme sei hier zu verzeichnen. Die Bilanzsumme stieg um knapp zwölf Millionen Euro (4,3 Prozent) auf nun 288 Millionen Euro. Die Forderungen an Kunden seien ebenfalls um zwölf Millionen Euro auf knapp 222 Millionen Euro gewachsen. Auch die Kundeneinlagen seien gestiegen. Mit knapp fünf Millionen Euro habe sich die Summe auf gut 185 Millionen Euro erhöht. Die Verbindlichkeiten der Bank gegenüber Kreditinstituten belaufe sich auf etwa 70 Millionen Euro. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Bank liege nun bei 30,7 Millionen Euro.

Jahresüberschuss von 1,3 Millionen Euro

Nach Abwägung der Aufwendungen und Erträge bleibe der Bank ein Jahresüberschuss von 1.331.516,70 Euro. Abzüglich der Ausweisung von Rücklagen in Höhe von 700.000 Euro bleibe ein Bilanzgewinn von 631.516,70 Euro, so König. Aus dieser Summe wird eine Ausschüttung an die Mitglieder der Genossenschaftsbank in Höhe von 6,5 Prozent gezahlt, was einer Summe von gut 144.000 Euro entspricht.

Die Mitglieder stimmten einstimmig für die Verwendung der Gewinnsumme, wovon der Rest in gesetzliche und andere Rücklagen fließen wird. Weiter stimmten sie dafür, dass das zur Wahl stehende Aufsichtsratsmitglied Josef Klatte aus Rastdorf sein Amt weiter ausführen soll, auch Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet.

Die Bank beschäftigt durchschnittlich 50 Mitarbeiter, davon 14 in Teilzeit und sechs Auszubildende.