Ausführungsplanung beginnt Bau der Grundschule in Werlte startet im November

Von Mirco Moormann

Die Grundschule Werlte wird am Hilligenweg/Ecke Rastdorfer Straße gebaut. Foto: Mirco MoormannDie Grundschule Werlte wird am Hilligenweg/Ecke Rastdorfer Straße gebaut. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Die Genehmigungsphase für den Bau der neuen Grundschule in Werlte ist abgeschlossen. Nun werden die Leistungsverzeichnisse für die Ausschreibungen vorbereitet.

Der Bauantrag ist laut Christian Rüve, Erster Samtgemeinderat Werltes, im April eingereicht worden. Damit sei ein weiterer „Meilenstein“ auf dem Weg zur neuen Schule gesetzt worden. Nun werde die Feinplanung für die Ausschreibungen in Angriff genommen, so Rüve im Schulausschuss der Samtgemeinde. Auf die Ausschreibung, für die derzeit die benötigten Leistungsverzeichnisse erstellt werden, folge dann die Auftragsvergabe – unter anderem für die technische Ausstattung, Statik, Brand- und Schallschutz oder auch die Außenanlagen.

Nach derzeitigem Stand soll im November mit dem Bau begonnen werden, so Rüve. Das Gebäude soll einen roten Klinker und dunkle Dachpfannen erhalten. Bevor die Arbeiten am Hochbau beginnen, wird noch in die Tiefe gegangen. Laut Rüve finden Probebohrungen für die Wärmepumpen-Heizung statt. Für die Beheizung durch Geothermie würden vier Bohrungen bis in 99 Meter Tiefe vorgenommen. Diese seien im Anschluss auch nutzbar, so Rüve. Nach den Bohrungen werde ein Messprotokoll erstellt, das wiederum für die Ausschreibungen benötigt werde.

Der Neubau der Grundschule am Hilligenweg soll im Sommer 2020 abgeschlossen sein. Das Gesamtinvestitionsvolumen mitsamt Außenanlagen, Inneneinrichtung und Umzug liegt bei rund zehn Millionen Euro. Entstehen soll ein 80 mal 60 Meter großes, zweigeschossiges Schulgebäude in T-Form.

Ebenfalls gebaut werden soll an der Grundschule in Wehm. Wie Rüve im Ausschuss weiter ausführte, laufe hier die Genehmigungsphase, die Ausführungsplanungen sollen ab September starten. Man könne für den Wehmer Anbau die Leistungsverzeichnisse für den Bau der Grundschule Werlte nutzen, so Rüve. Die Auftragsvergabe könne dann zum Ende des Jahres erfolgen, der Baustart dann im Frühjahr sein. Im September des kommenden Jahres rechne er mit der Fertigstellung der Maßnahme, so Rüve.

Anbaubedarf gibt es auch bei der Grundschule in Vrees. Wie Rüve mitteilte, sei ein Antrag auf bauliche Erweiterung bei der Verwaltung eingegangen. Der Schulausschuss habe sich zudem die Schule angesehen und festgestellt, dass Platzbedarf vorhanden ist. Zudem entwickelten sich die Schülerzahlen, sodass in Zukunft gleich drei Jahrgänge zweizügig würden. Heinz Schwarte (SPD) regte an, zu prüfen, ob die Räumlichkeiten im Obergeschoss der Schule, die vom Musikverein genutzt würden, für den Schulbetrieb infrage kommen. Rainer Pund (AfD) sagte, dass die Verantwortlichen in Vrees „viel Zeit ungenutzt vergehen haben“ und nun Platzprobleme entstanden seien.

Rüve sagte, dass eine Lösung gefunden werden müsse, mit der alle leben könnten. Er schlug vor, dass vor einer Baumaßnahme ein Gutachten über die Gebäudesubstanz – auch in Bezug auf die energetischen Standards – erstellt werden solle. Dann soll entschieden werden, ob eine Sanierung und Erweiterung in Betracht komme, oder ob über andere Möglichkeiten nachgedacht werden müsse. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig. Im November soll erneut über die Schule beraten werden.