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Kosten von 50.000 Euro Werlte reaktiviert alte Turnhalle für Vereinssport

Von Mirco Moormann

Die Turnhalle an der Sögeler Straße in Werlte soll saniert werden. Foto: Archiv/MoormannDie Turnhalle an der Sögeler Straße in Werlte soll saniert werden. Foto: Archiv/Moormann

Werlte. Da es kaum noch Hallenzeiten für Sportvereine in Werlte gibt, spendiert die Stadt nun der alten Turnhalle an der Sögeler Straße eine Innensanierung.

Die Halle muss saniert werden, da die Kapazitäten in den Hallen am Brökersfehn für Schul- und Vereinssport seit geraumer Zeit nicht mehr ausreichen. Wie Werltes stellvertretender Stadtdirektor Christian Rüve im Ausschuss für Familie, Jugend und Sport mitteilte, stünden infolge des Ganztagsschulbetriebs einerseits deutlich weniger Trainingszeiten für die Vereine zur Verfügung, andererseits seien in den vergangenen Jahren aufgrund der Bevölkerungsentwicklung neue Nutzer hinzugekommen.

Probleme vor allem im Winter

Vor allem in den Wintermonaten könnten nicht mehr alle gewünschten Hallenzeiten bereitgestellt werden. Einzelne Gruppen hätten bereits auf Hallen in Nachbargemeinden ausweichen müssen. Da der Bau einer neuen Halle in absehbarer Zeit als nicht umsetzbar eingestuft wurden, wurde die Sanierung der Halle an der Sögeler Straße als Alternative angesehen, so Rüve.

Um die Halle für den Sport zur Verfügung zu stellen, müsste die Halle instand gesetzt werden. Dazu zählte Rüve die Beseitigung einiger Schäden an der Decke und an den Wänden, auch der Prallschutz müsste erneuert und der Hallenboden ausgebessert werden. Auch in den Nebenräumen müsse Hand angelegt werden, zudem neue Matten und Sportausstattungen angeschafft werden.

Kosten von 50.000 Euro

Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf etwa 50.000 Euro. Da im diesjährigen Haushalt lediglich 10.000 Euro für Unterhaltungsmaßnahmen zur Verfügung stünden, müsse der Rest überplanmäßig in den Haushalt aufgenommen werden. Vor einer abschließenden Entscheidung im Stadtrat müsse jedoch noch das Ergebnis einer bereits beauftragten Bauwerksprüfung abgewartet werden, so Rüve.

Soweit die Prüfung kein weitergehendes Schadensbild aufzeigt, soll – so die einstimmige Meinung der Ausschussmitglieder – möglichst zur nächsten Wintersaison die Turnhalle für Vereinsnutzungen instand gesetzt werden und die Haushaltsmittel bereitgestellt werden. Die Entscheidung trifft der Stadtrat am 19. Juni.

Halle aus dem Jahr 1936

Die Halle an der Sögeler Straße wurde im Jahr 1936 errichtet. Im Zuge der Dorfentwicklung hätten Sanierungen am Mauerwerk sowie an den Fenstern und Türen vorgenommen werden sollen. Die Kosten hierfür wurden mit etwa 76.500 Euro beziffert. Im Rahmen der Dorfentwicklung wäre eine Förderung in Höhe von 63 Prozent möglich gewesen, was einer Summe von 48.000 Euro entsprochen hätte. Diese Fördermittel wurden in diesem Jahr allerdings nicht bewilligt.