Suche nach Übergangslösung In der Stadt Werlte fehlen Krippenplätze

Die Krippenplätze in der Stadt Werlte reichen nicht mehr aus. Nun wird nach einer Übergangslösung gesucht. Foto: Archiv/dpaDie Krippenplätze in der Stadt Werlte reichen nicht mehr aus. Nun wird nach einer Übergangslösung gesucht. Foto: Archiv/dpa

Werlte. Zum kommenden Kindergartenjahr fehlen in der Stadt Werlte zahlreiche Betreuungsplätze für Krippenkinder. Im August können 20 angemeldete Kinder unter drei Jahren nach aktuellem Stand nicht untergebracht werden.

Wie die Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Soziales, Karla Moormann, auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Familie, Jugend und Sport mitteilte, gebe es neben den 20 Kindern im August noch vier weitere angemeldete Kinder für Januar 2019, die ebenfalls noch keinen Betreuungsplatz hätten. Somit fehlten ab Januar 24 Plätze im Stadtgebiet. Die Zahlen könnten sich im Laufe des Jahres durch Zu- oder Wegzüge noch verändern.

Neubau erst im nächsten Jahr fertig

Zwar plane die Stadt, zwei neue Krippengruppen am Kindergarten St. Sixtus zu bauen, diese seien jedoch frühestens zum Kindergartenjahr 2019/20, also im Sommer 2019, fertig, so Moormann. Ein entsprechender Bauantrag für zwei Gruppen mit insgesamt 30 Plätzen werde in Kürze eingereicht. Weitere Möglichkeiten gebe es aufgrund des begrenzten Platzes am Sixtus-Kindergarten nicht.

Übergangslösung finden

Um die angemeldeten Kinder dennoch unterbringen zu können, müsse eine Übergangslösung gefunden werden. Laut Moormann könne dies am Kindergarten St. Klara erfolgen – durch mobile Einheiten (Container). Alternativ sei die Anmietung eines Gebäudes möglich. Die Verfügbarkeit von Containern auf dem Markt sei jedoch begrenzt, da sie derzeit „heiß begehrt“ seien, so Moormann. Bei der Anmietung eines Gebäudes gelten laut Ordnungsamtsleiterin auch spezielle Vorschriften. Es käme dabei nicht jedes beliebige Wohnhaus infrage, zudem müsse auch die Genehmigung des Landesjugendamtes eingeholt werden. Gerd Lünswiken (CDU) wies darauf hin, dass es in Werlte einen Hersteller von Containerlösungen gebe, der in dieser Angelegenheit kontaktiert werden könne.

Anmeldungen verlaufen wellenförmig

Christoph Lorenz (SPD) sagte, dass die Überbrückung bis zur Fertigstellung der neuen Krippe „eine Übergangslösung vor der Übergangslösung“ sei. Wenn im kommenden Sommer die neue Krippe den Betrieb aufnehme, könnten so viele neue Kinder angemeldet sein, dass diese Einrichtung wieder nicht ausreiche.

Werltes stellvertretender Stadtdirektor Christian Rüve erklärte, dass sich die Anmeldezahlen wellenförmig von Jahr zu Jahr veränderten. Derzeit seien die Zahlen hoch, darauf folgten wieder niedrigere. Vorerst seien die zwei neuen Gruppen am Sixtus-Kindergarten geplant. Langfristig bestehe jedoch weiterer Bedarf. „Vor dem Spiel ist nach dem Spiel“, sagte Rüve, wies aber auch darauf hin, dass der Kitabau ein „finanzieller Kraftakt“ sei. Zudem habe das Bauamt der Kommune zahlreiche Baumaßnahmen zu bewältigen.

Pläne erarbeiten

Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus, dass der Verwaltungsausschuss die Verwaltung damit beauftragen soll, einen Vorschlag für eine Übergangslösung für das neue Kindergartenjahr zu erarbeiten. Der VA tagt dazu am 7. Juni.

In Werlte gibt es derzeit 60 Krippenplätze (30 am Kindergarten St. Klara und 30 am Lukas-Kindergarten), weitere 30 kommen mit dem anstehenden Bau am Sixtus-Kindergarten hinzu. Bereits im Dezember 2016 wurde für Werlte ein Bedarf von 120 Plätzen genannt.


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