Auf das Problem aufmerksam machen Loruper Rat diskutiert über Fähnchen gegen Hundekot

Von Katharina Preuth

Vor dem Loruper Rathaus weist ein Schild daraufhin, dass Hunde hier ihr Geschäft nicht verrichten dürfen. Foto: Katharina PreuthVor dem Loruper Rathaus weist ein Schild daraufhin, dass Hunde hier ihr Geschäft nicht verrichten dürfen. Foto: Katharina Preuth

Lorup. Das Aufstellen von Fähnchen als Maßnahmen gegen die Verschmutzung durch Hundekot haben die Loruper Ratsherren in ihrer jüngsten Sitzung diskutiert.

In dem Gebiet zwischen der Turnhalle und dem Neubaugebiet Sünnekamp in Lorup gehen viele Hundebesitzer mit ihren Tieren spazieren. Zu oft würden „Herrchen“ und „Frauchen“ jedoch den Kot ihrer Vierbeiner nicht einsammeln. Gerade erst habe sich erneut ein Anwohner mit Bildern der Haufen an die Gemeinde gewandt. „Die Beschwerden sind nicht neu“, sagte Bürgermeister Wilhelm Helmer (CDU). Aus der UWG-Fraktion kam nun der Vorschlag, Fähnchen an Bürger zu verteilen, die sich an dem Kot stören. Diese könnten dann in die Nähe der Haufen die Fahne stecken. Ziel sei es laut Heiner Gerdes (UWG) die Besitzer durch ein Meer aus Fähnchen auf die Menge der Haufen aufmerksam zu machen. Andere Ratsmitglieder stimmten der Idee zu. Für Spaziergänger und Radfahrer sei es dort unangenehm, so Gerdes.

Idee ist nicht neu

Die Fähnchenidee ist nicht neu. Die Stadt Goslar am Harz startete zu Beginn des vergangenen Jahres eine ähnliche Aktion um für das Problem der Hundehaufen zu sensibilisieren. Diese lief von Mitte Februar bis Mitte März 2017. Wie eine Nachfrage unserer Redaktion bei der Stadt Goslar ergab, habe sich die Situation für den Zeitraum des Projekts verbessert. Allerdings habe die Wirkung bereits nach etwa zwei Monaten wieder nachgelassen, so die Stadtsprecherin Vanessa Nöhr. In Goslar habe die Aktion zumindest dazu geführt, dass sich die Politik verstärkt der Verunreinigung angenommen habe. So wurde das Ordnungsamt dort durch einen privaten Sicherheitsdienst verstärkt. Letztendlich sei es jedoch schwierig, die Hundehalter und ihre Tiere auf frischer Tat zu ertappen.

Ähnliches haben auch die Loruper Gemeinde festgestellt, sodass sie einzig eindringlich an die Besitzer appelliere, den Haufen des eigenen Tieres zu entfernen. Dafür, so ein weiterer Vorschlag von Gerdes, könne die Gemeinde kostenlose Tüten verteilen.