Luise Reimann geht SG-Rat Werlte verabschiedet Gleichstellungsbeauftragte

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Einen Blumenstrauß für Luise Reimann gab es vom Ratsvorsitzenden Werner Stürmeyer (links) und Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe. Foto: Katharina PreuthEinen Blumenstrauß für Luise Reimann gab es vom Ratsvorsitzenden Werner Stürmeyer (links) und Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe. Foto: Katharina Preuth

Werlte. Nach sechs Jahren ist die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Werlte Luise Reimann am Dienstagabend im Rat offiziell verabschiedet worden. Neben ihrer Vollzeitstelle in der ambulanten Familienhilfe könne sie das Ehrenamt nicht mehr ausreichend ausfüllen, begründet Reimann ihren Weggang.

Als zeitintensives Ehrenamt beschreibt Reimann ihre Arbeit. Sie gehe dennoch „schweren Herzens“, aber ihre Vollzeitstelle in der ambulanten Familienhilfe einer Jugendhilfeeinrichtung lasse sich nicht mehr mit den umfangreichen Aufgaben einer Gleichstellungsbeauftragten vereinbaren, erklärt sie.

Viel Beratungsarbeit

Reimann war für verschiedene Bereiche zuständig. Viel Zeit habe sie dabei in die Beratungsarbeit investiert. „Ich habe die Menschen ein Stück ihres Weges begleitet“, sagt Reimann. Hauptsächlich habe sie alleinerziehende Mütter und in seltenen Fällen Väter beraten. Dabei sei es besonders um Kindergartenplätze gegangen oder die Beantragung von Geldern. Doch auch Rentnerinnen, die mit Altersarmut zu kämpfen haben, haben sich bei ihr Rat geholt. „Es sind vor allem Frauen, die viel zu wenig Rente haben“, so Reimann. „Am meisten werde ich die Arbeit mit den Menschen vermissen“, ergänzt sie.

Daneben habe sie geholfen, die Schwangerenberatungsstelle Donum Vitae in Werlte mit aufzubauen. Reimann hat außerdem Ausschusssitzungen vorbereitet und bei Einstellungen auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen geachtet.

„Anwalt der Menschen“

In der Sitzung des SG-Rates lobte Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe (CDU) „ihr Engagement und die gute Zusammenarbeit“. Er bezeichnete sie weiter als „Anwalt der Menschen“, sie haben auf Missstände hingewiesen und Impulse gegeben. Reimann sei für ihn eine „Mitstreiterin, auf die wir uns verlassen konnten“, so Kewe. Sie habe auf individuelle Weise dazu beigetragen, das Rathaus in einem guten Licht erscheinen zu lassen.

Wichtiges Amt

Generell sagte der Bürgermeister in seiner Rede, dass Frauen zwar in den vergangenen Jahrzehnten viel für sich und den gesellschaftlichen Wandel erreicht hätten, dass jedoch weiterhin Handlungsbedarf bestehe. Die Gleichstellungsbeauftragte bekleide „ein äußerst wichtiges Amt in der Samtgemeinde“, so Kewe.

Eine Nachfolgerin für Reimann steht noch nicht fest.


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