Rat lehnt Antrag der AfD ab Keine Wohnungsanzeigen auf der Homepage der SG Werlte

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Auf der Homepage der Samtgemeinde Werlte wird es keine Wohnungsanzeigen geben. Symbolfoto: Jens Schierenbeck/dpa/tmnAuf der Homepage der Samtgemeinde Werlte wird es keine Wohnungsanzeigen geben. Symbolfoto: Jens Schierenbeck/dpa/tmn

Werlte. Die Samtgemeinde Werlte wird keine Wohnungsanzeigen auf ihrer Homepage veröffentlichen. Einen dementsprechenden Antrag der AfD hat der Rat mit einer Gegenstimme abgelehnt.

Zur Begründung sagte Ratsvorsitzender Werner Stürmeyer (CDU), dass es nicht primäre Aufgabe einer Samtgemeinde sei, Wohnungsanzeigen zu inserieren, da es für diesen Zweck bereits Plattformen und Makler gebe. Der Aufwand für die Gemeinde wäre zu groß. Außerdem betont der Ratsherr, dass es bereits unterstützende Beratung für Wohnungssuchende in Werlte gebe.

Einzelratsherr Rainer Pund (AfD), der den Antrag eingereicht hatte, entgegnet, dass die Deutschen diesen Aufwand offensichtlich nicht wert wären, Flüchtlinge und Asylbewerber hingegen von der Samtgemeinde unterstützt würden. Deutsche Wohnungssuchende müssten in „Schrottimmobilien oder in der Obdachlosenunterkunft in Papenburg“ leben, so Pund. Er stimmte als einziger für den Antrag.

Werner Henseleit (Grüne) ereifert sich, dass die AfD „unsinnige Anträge“ nutze, um ihrer „deutsch-nationalen Gesinnung“ eine Bühne zu geben. Und Heribert Kleene (CDU) ergänzt, dass sie sowohl vom Gesetzt her, als auch als Christen dazu verpflichtet wären, Flüchtlingen ein Obdach zu geben. „Der Blödsinn den Rainer Pund verzapft, steht uns nicht gut zu Gesicht“, so Kleene.


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