Zweiter Teil des „Alt werden“-Projektes Neue Seniorenwohnungen in Vrees eingeweiht

Von Marion Lammers


mls Vrees. Mit zahlreichen Gästen und einer feierlichen Einsegnung wurden die fünf fertig gestellten barrierefreien Seniorenwohnanlagen des Projektes „Wir für euch – Altwerden in Vrees“ nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit zahlreichen geladenen Gästen wurde am vergangenen Freitag die Einweihung des zweiten Teils des Projektes „Wir für Euch – Altwerden in Vrees“, die fünf neu errichteten Seniorenwohnungen an der Werlter Straße, gefeiert. Bürgermeister Heribert Kleene erläuterte in seinem Grußwort zunächst die Entstehung des Projektes durch die Überlegung, älteren Menschen als Teil der Dorfgemeinschaft das Altwerden in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Dieses Projekt konnte nun in Form von fünf barrierefreien mit umfangreichen technischen Assistenzsystemen ausgestatten Seniorenwohnungen umgesetzt werden.

Technische Assistenzfunktionen

Landrat Reinhard Winter bezeichnete das Projekt als wichtig für das gesamte Emsland. „Die Umsetzungsschablone ist jetzt da“, so Winter. Das Projekt werde eine Menge Nachahmer finden. Es setze dabei vor allem auf das Ehrenamt. Die Dorfgemeinschaft in Vrees zeichne sich durch ihren Zusammenhalt aus. Auch die umfassenden Assistenzfunktionen in den Wohnungen zeigen, „die demografische Herausforderung wird hier in Vrees angenommen“, erklärte Winter weiter.

„Alles was bei Vreeser Projekten herauskommt, ist ungewöhnlich beispielhaft“, griff auch CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann in ihrer Rede die Vorbildfunktion des Projektes auf. Alle Generationen seien bei jeglicher Planung berücksichtigt worden. „In Vrees herrscht ein Wir-Gefühl, das beispielhaft ist“, lobte Connemann. Kleene sei Herz, Kopf und Seele des Projektes, dessen Ziel erreicht sei: „Niemand muss Vrees im Alter verlassen.“

In Vrees werde Heimat gelebt

Landtagspräsident Bernd Busemann ging auf das Thema Heimat ein: „Jeder möchte da sein, wo Heimat ist, wo man sich wohlfühlt, wo die Familie ist.“ Es müsse Strukturen geben, die älteren Menschen ermöglichen, im Ort bleiben zu können. „Hier in Vrees kann Heimat gelebt werden“, so Busemann weiter. „Wir sind auf einem guten Weg.“

Andreas Kirner, Leiter des zuständigen Referats im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hob die Besonderheit der fortschrittlichen Technologie im ländlichen Raum hervor. Die Räumlichkeiten seien sehr funktional. Auch sei es etwas Besonderes, dass für die Förderung des Projektes die Deutsche Fernsehlotterie mit ins Boot geholt werden konnte.

Projekt hat Vorbildcharakter

Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, bescheinigte ebenfalls den Vorbildcharakter des Projektes. „Dafür braucht es Menschen, die sich engagieren.“ Der Kern des Erfolges sei, dass der Mensch hier im Mittelpunkt stehe, so Kipper. „Wie sind mit diesem Projekt mal wieder am Puls der Zeit“, fasste auch Norbert Wenker vom Amt für regionale Landesentwicklung zusammen. „Dieses Modell wird auch landesweit von Bedeutung sein.“

Im Anschluss an die feierliche Einsegnung der Wohnungen durch Pfarrer Clemens Schwenen und Pastor Uwe Hill gab es für die Gäste die Möglichkeit, sich die neuen Wohnungen anzusehen und sich die technischen Assistenzmöglichkeiten erklären zu lassen.