Keine Fördermittel erhalten Straßen in Werlter Ortsmitte werden vorerst nicht saniert

Meine Nachrichten

Um das Thema Werlte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Die Straßenbaumaßnahmen im Werlter Ortskern (im Bild die Poststraße) werden vorerst nicht fortgeführt. Foto: Andy Albers/Stadt WerlteDie Straßenbaumaßnahmen im Werlter Ortskern (im Bild die Poststraße) werden vorerst nicht fortgeführt. Foto: Andy Albers/Stadt Werlte

Werlte. Der geplante Ausbau der Post- und Hauptstraße in Werlte liegt vorerst auf Eis. Wie Stadtdirektor Ludger Kewe mitteilt, gibt es für die Projekte im Rahmen der Dorfentwicklung keine Fördermittel.

Wie Kewe weiter ausführt, habe die Stadt vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) in Meppen mitgeteilt bekommen, dass die Anträge, die im vergangenen September gestellt worden waren, nicht gefördert werden. Neben dem Ausbau der Straßen war auch ein Antrag zur Sanierung der Turnhalle an der Sögeler Straße eingereicht worden, der ebenfalls nicht förderfähig ist.

„Wir bedauern es sehr, dass die Fortführung des Straßenbauprojektes unterbrochen wird“, sagt Ludger Kewe auf Anfrage unserer Redaktion. Priorität habe die Sanierung der Poststraße aufgrund der schwierigen Verkehrssituation an der Kreuzung Kellerstraße/Molkereistraße. Das Projekt werde aber aufrecht erhalten und im September ein neuer Antrag auf Förderung im Jahr 2019 gestellt.

Poststraße „entscheidende Maßnahme“

Auch Werltes Bürgermeister Daniel Thele zeigt sich enttäuscht über die Mitteilung. Die Poststraße und der Knotenpunkt an der Kreuzung sei eine „entscheidende Maßnahme“ in der Dorfentwicklung. Der Verkehr staue sich dort zu Stoßzeiten sehr stark. Ein sogenannter Minikreisel, wie er bereits an der Hauptstraße/Kirchstraße/Meyerhof entstanden ist, könne Abhilfe schaffen, so Thele. Auch wenn es jetzt nicht klappe mit der Förderung, zeigte sich der Bürgermeister zuversichtlich, dass es in einer der nächsten Perioden klappen werde.

30 von 127 Anträgen werden gefördert

Sylvia Backers vom ArL bestätigt auf Anfrage, dass es für die Baumaßnahmen in Werlte wohl keine Fördermittel geben wird. Im Gebiet Weser-Ems kämen von insgesamt 127 Anträgen 30 in den Genuss einer Förderung. Generell würden in dieser Förderperiode Tiefbauprojekte nicht so hoch gewertet wie Hochbaumaßnahmen. Auch kämen bei vergleichbaren Projekten schwächere Kommunen zuerst zum Zug, so Backers. Letztlich habe man auch weniger Mittel zur Verfügung als noch im vergangenen Jahr. Mit Blick auf Werlte sagte Backers, dass bereits viel erreicht worden sei. Die jetzt nicht bewilligten Mittel seien auch keine Absage. Die Stadt könne sich für die nächste Förderrunde wieder bewerben.

Investitionen von mehr als 1,7 Millionen Euro

Geplant war, die Straße Poststraße bis zur Einmündung in die Kellerstraße/Molkereistraße im bisherigen Stil auf sechs Metern Breite zu erneuern. An diesem Knotenpunkt sollte der Minikreisel gebaut werden. Ebenfalls erneuert werden sollte die Regenwasserkanalisation.

Im selben Stil wie die Poststraße hätte auch die Hauptstraße ausgebaut werden sollen. Die Fahrbahn wurde bislang bis zur Albert-Trautmann-Apotheke fertiggestellt. Von dort sollte die Sanierung bis zur Einmündung in die Molkereistraße erfolgen.

Die geplanten Investitionen in die Poststraße samt Regenwasserkanal betragen etwa 974.000 Euro. 63 Prozent der Straßenbaumaßnahmen von etwa 774.000 Euro hätten gefördert werden können, was etwa 487.000 Euro entspricht.

Bei der Hauptstraße waren Investitionen samt Regenwasserkanal von etwa 685.000 Euro geplant. Hier hätten die Kosten ohne Kanal, die etwa 610.000 Euro betragen, ebenfalls mit 63 Prozent (etwa 384.000 Euro) gefördert werden können.

An der Turnhalle an der Sögeler Straße hätte das Mauerwerk saniert sowie neue Fenster und Türen installiert werden müssen. Hierfür waren Kosten von etwa 76.500 Euro veranschlagt worden. Im Rahmen der Dorfentwicklung hätte es auch hier eine Förderung in Höhe von 63 Prozent geben können, was einer Summe von 48.000 Euro entsprochen hätte.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN