In Werlte, Rastdorf und Börger Spielplätze für mehrere Generationen in drei Hümmling-Gemeinden

Von Mirco Moormann

Vertreter der Kommunen, Behörden und Firmen sowie Ehrenamtliche waren beim Baustart am Mehrgenerationenspielplatz an der Lessingstraße in Werlte anwesend. Foto: Mirco MoormannVertreter der Kommunen, Behörden und Firmen sowie Ehrenamtliche waren beim Baustart am Mehrgenerationenspielplatz an der Lessingstraße in Werlte anwesend. Foto: Mirco Moormann

Werlte. Gleich drei Kommunen auf dem Hümmling erhalten in den kommenden Monaten einen Mehrgenerationenspielplatz. Zum Baustart haben sich Vertreter aus Werlte, Rastdorf und Börger nun in Werlte getroffen. Für die Plätze wird viel Geld in die Hand genommen.

Seit zwei Jahren stehen die Spielplätze auf der Agenda, nun folgt die Umsetzung in den Kommunen. „Wir freuen uns riesig, jetzt mit dem Projekt zu starten“, sagte Werltes Stadtdirektor Ludger Kewe beim Baustart am Donnerstag in Werlte. In der vergangenen Zeit habe man sich intensiv ausgetauscht und das Kooperationsprojekt gemeinsam vorangetrieben, so Kewe. Gemeinsam sei auch die Bewerbung um Fördermittel für die Gesamtkosten von etwa 240.000 Euro erfolgt. Etwa 127.000 Euro wurden an Mitteln zur Unterstützung bereitgestellt.

Ein Dank ging dabei auch an den Regionalmanager Ralph Deitermann und Wilhelm Sap vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL). Deitermann betonte, dass es sich beim Kooperationsprojekt um eine Leader-Förderung „par excellence“ handele. Die Initiativen seien aus der Bevölkerung gekommen und auch Ehrenamtliche seien in Planung und Umsetzung involviert. „Besser kann es nicht laufen“, sagte Deitermann. Sap betonte, dass das ArL „nur der Geldgeber“ sei und hob ebenfalls „das wichtige ehrenamtliche Engagement“ hinter dem Projekt hervor. Die Spielplätze könnten sich zudem künftig als neue Dorftreffpunkte entwickeln. Auch Auswärtige profitierten – etwa durch die neue Route des Emsland-Radwegs über den Hümmling – von den neuen Angeboten. Somit sei das Geld gut angelegt, so Sap.

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Kosten von 132.500 Euro

In Werlte entsteht an der Lessingstraße laut Wilhelm Goldschmidt, Vorsitzender des Ausschusses für Jugend, Familie und Sport der Stadt Werlte, ein „toller Spiel-, Sport- und Bewegungsplatz“. Geplant seien auf 3600 Quadratmetern mehrere Bereiche für Kleinkinder und Kinder, ein Boccia-, Schach- und Bolzplatz. Auch ein Fitnessbereich mit fünf Sportgeräten wird errichtet. Insgesamt soll die Errichtung des Platzes 132.500 Euro kosten. Gut die Hälfte wird durch Leader gefördert, den Rest von gut 62.000 Euro übernimmt die Stadt Werlte. Die Erd- und Pflasterarbeiten sind abgeschlossen, als Nächstes sollen die Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten aufgebaut werden. Anfang Juli soll alles fertig sein.

In der Ortsmitte von Rastdorf wird nach Aussage von Bürgermeister Hartmut Moorkamp derzeit ebenfalls am neuen Spielplatz gearbeitet. Auch hier wird es – wie auch in Werlte oder Börger – einen barrierefreien Rundweg geben. Neben zahlreichen Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten wird es auch ein überdimensionales Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel geben. Moorkamp betonte, dass die Initiative aus der Bevölkerung gekommen sei. Auch die große Spendenbereitsschaft im Ort sei außerordentlich, so der Bürgermeister. So konnten insgesamt knapp 20.000 Euro eingeworben werden. Die Gesamtkosten betragen etwa 58.000 Euro. Gut die Hälfte kommt durch die Leader-Förderung zustande, abzüglich der Spenden- und Stiftungsmittel bleibt für die Gemeinde ein Rest von etwa 5200 Euro. Die Arbeiten sollen im Sommer abgeschlossen sein, wenn der eingesäte Rasen begehbar ist, so der Bürgermeister.

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Neuer Großspielplatz auch in Börger

Der Spielplatz in Börger entsteht im Neubaugebiet „Großer Sand II“. Laut Gemeindedirektor Johannes Müller sind die Spiel- und Sportgeräte bereits aufgestellt. In Kooperation mit den Anwohnern sollen dann die Pflaster- und Grünflächen angelegt werden. Die Initiative zum Spielplatz kam vom Förderverein Kinder- und Jugendarbeit (Juki), wie Bürgermeister Jürgen Ermes betonte. Ende Juni soll der Platz zum Spielen und Verweilen bereitstehen. Die Kosten von etwa 48.000 Euro werden mit 24.000 Euro durch Leader-Mittel gefördert, den Rest zahlt die Gemeinde.

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