Unfälle „nur noch eine Frage der Zeit“ Ostenwalder fordern Tempo 70 auf K 137

Von Marina Heller

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Der Kreuzungsbereich Ostenwalder Straße/Holzweg/Steinweg an der K 137 stellt aus Sicht der Einwohner durch eine unübersichtliche Kurve einen Gefahrenbereich dar. Hierfür fordern sie nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70. Foto: Marina HellerDer Kreuzungsbereich Ostenwalder Straße/Holzweg/Steinweg an der K 137 stellt aus Sicht der Einwohner durch eine unübersichtliche Kurve einen Gefahrenbereich dar. Hierfür fordern sie nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 70. Foto: Marina Heller

helm Ostenwalde. Der Landwirtschaftliche Ortsverein Lahn-Ostenwalde hat einen Antrag auf Ausweitung der bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Kreisstraße 137 im Bereich des Ortsteils Ostenwalde in Richtung Sögel gestellt.

„Zunächst einmal sind wir sehr dankbar, dass vor vielen Jahren überhaupt eine Geschwindigkeitsbegrenzung in unserem Ortsteil eingeführt wurde“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Günther Benten. Dennoch ergäben sich durch die Zweiteilung des Ortsteils durch die Kreisstraße 137 außerhalb der jetzigen Geschwindigkeitsbegrenzung weitere Gefahrenstellen entlang dieser Straße für die Einwohner von Ostenwalde. Im Kreuzungsbereich Ostenwalder Straße/Holzweg/Steinweg befindet sich Benten zufolge eine sehr unübersichtliche Kurve, die einen zusätzlichen Gefahrenbereich für landwirtschaftliche Fahrzeuge, aber auch für Pkw, Fahrradfahrer und Fußgänger darstelle. Vom Holzweg kommend sei die Straße nach Werlte nicht einsehbar.

Vierfache Mutter besorgt

Viele Kinder, Erwachsene und Senioren in Form von Fußgängern nutzten diese Stelle als Querungsmöglichkeit, um Freunde und Familien auf der anderen Seite von Ostenwalde zu besuchen. „Mit meinen vier Kindern ist es nicht möglich, die Straße zu überqueren“, berichtet Birte Kalkmann besorgt. Viel zu groß sei die Gefahr, dass einem der Kinder bei den schnell anfahrenden Autos etwas passieren würde. Andere Eltern berichten, dass sie ihre Kinder über Umwege zur Sicherheit zu anderen Bushaltestellen schicken würden. Auch die Landwirte nähmen teils schon Umwege in Kauf, um diesen Kreuzungsbereich zu meiden. Landwirtschaftliche Maschinen, Traktorgespanne und große Erntemaschinen müssten regelmäßig und ganzjährig als Anlieger die K 137 an dieser Stelle queren und befahren. Doch langsam fahrende und lange Gespanne seien hier ebenfalls einer hohen Gefährdung ausgesetzt.

Einwohner wollen nicht warten

Außerdem nutzten viele Radfahrer den Holzweg und dann den Geestradweg als Verbindungsweg nach Sögel. Auf dem Rückweg passierten diese dann vom Holzweg kommend die K 137, um über den Steinweg in Richtung Lahn abzukürzen.

„Bislang konnten starke Bremsmanöver oder Ausweichbewegungen mögliche Unfälle noch vermeiden, ein schwerer Unfall durch Kollisionen ist aber wohl nur noch eine Frage der Zeit“, so Benten. Die Einwohner von Ostenwalde wollen nach eigenen Aussagen „nicht erst auf schwerwiegende Unfälle mit Personenschaden warten“. So weist der Ortsverein in seinem Antrag darauf hin, dass Tempo 70 gemäß Verwaltungsvorschriften angeordnet werden könne, wenn Verkehrsteilnehmer sich außerhalb geschlossener Ortschaften, insbesondere in Kurven, nicht den Straßenverhältnissen anpassen beziehungsweise Fußgänger und Radfahrer in besonderer Weise gefährdet sind. Der Antrag sei vom Werlter Stadtrat bereits an die Verkehrskommission des Landkreises weitergeleitet worden.

„Wir weisen darauf hin, dass es uns nicht um eine präventive Geschwindigkeitsreduzierung auf einem unverhältnismäßig langen Straßenabschnitt geht, sondern um die immense und unmittelbare Gefährdung durch die derzeit noch unregulierte Geschwindigkeit in diesem Kurven- und Kreuzungsbereich“, betonte Benten. Insgesamt unterstützen 68 Einwohner Ostenwaldes den Antrag mittels einer Unterschriftenliste.


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