Leader-Förderung beschlossen Breite Unterstützung für Werlter Theikenmeer-Pläne

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Das Theikenmeer im Grenzgebiet der Gemeinden Werlte und Spahnharrenstätte ist etwa 250 Hektar groß. Es soll künftig touristisch erschlossen werden. Foto: Archiv/Andreas SchüringDas Theikenmeer im Grenzgebiet der Gemeinden Werlte und Spahnharrenstätte ist etwa 250 Hektar groß. Es soll künftig touristisch erschlossen werden. Foto: Archiv/Andreas Schüring

Werlte. Die geplante touristische Nutzung des Naturschutzgebietes Theikenmeer in Werlte wird von den Kommunen der Leader-Region Hümmling unterstützt. Das wurde auf der Sitzung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) deutlich.

Somit wurden die Pläne aus Werlte von den Mitgliedern der LAG einstimmig befürwortet. Die Planungskosten in Höhe von etwa 40.000 Euro werden nun zur Hälfte mit Leader-Mitteln gefördert. Wie Regionalmanager Ralph Deitermann sagte, werde das Vorhaben, das zum Handlungsfeld Natur zähle, in drei Abschnitte unterteilt.

Um zukünftig das etwa 250 Hektar große Areal des Theikenmeers erlebbar zu gestalten, soll durch die Anlage eines Rundweges (als reiner Wanderweg) eine gezielte Besucherlenkung erfolgen. Diese Lenkung gewährleistet laut Deitermann den Schutz des Gebietes und damit von Flora und Fauna und schafft ein Bewusstsein für Natur und Landschaft.

Landschaftspflegehof als Anlaufpunkt

Zudem soll auch der benachbarte Landschaftspflegehof Meyerrenken, auf dem der Nabu ansässig ist, miteinbezogen werden. Von dieser Einrichtung aus werden die Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet organisiert und realisiert. Die vorhandenen Gebäude auf dem Landschaftspflegehof sollen in der zukünftigen Entwicklung des Standortes berücksichtigt werden. Sie bieten sich für unterschiedliche Nutzungen an. Neben Unterstellmöglichkeiten für die Maschinen und Werkzeuge ist angedacht, Teile der Gebäude für Ausstellungen zu nutzen, um über Natur und Landschaft, den Naturpark Hümmling sowie das Theikenmeer zu informieren.

Neue Seminarräume

Zusätzlich sind für alle zukünftigen Einrichtungen vor Ort gemeinsame Räumlichkeiten (Seminarräume, Büroräume, Sanitäranlagen) geplant. Dazu zählt neben dem Naturpark Hümmling auch die Museumseisenbahn Hümmlinger Kreisbahn. Sie benötigt für ihre zukünftige Arbeit eine neue Heimat, da die Gleise in Werlte zum Werkstattgebäude zurückgebaut werden. In Betracht kommt der Standort des Landschaftspflegehofes. Der Verein Hümmlinger Kreisbahn benötigt Räumlichkeiten zum Unterstellen ihrer Fahrzeuge und Platz für eine Werkstatt. Gleichzeitig ist denkbar, einen Teil dieser Räumlichkeiten für eine Ausstellung zu nutzen, so Deitermann.

Lob für Pläne der Stadt Werlte

All dies könne am Standort an der Sögeler Straße entstehen. Beeindruckt von den Planungen zeigte sich Sögels Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers. Die angedachten Kooperationen hätten echte Realisierungschancen, von denen letztlich alle Kommunen der Region profitierten. Die Mitglieder der Leader-Region fühlten sich verpflichtet, das Vorhaben auch mitzufinanzieren, so Wigbers. „Da kann etwas wirklich Gutes draus entstehen“, sagte Wigbers.

Auch das LAG-Mitglied Christian Thien bezeichnete die Pläne als „hervorragend“. Er freue sich auf einen neuen, außerschulischen Lernort, der – so sein Hinweis – dann auch für alle Schulklassen zugängig gemacht werden sollte. Deitermann sagte, dass vorgesehen sei, einen öffentlichen Zugang zu gewährleisten. Auch Ludger Kewe, Samtgemeindebürgermeister aus Werlte, sagte, dass „sehr gute Chancen für eine Umsetzung“ gesehen würden. „Das ist kein Konzept für die Schublade“, so Kewe.

Nach dem einstimmigen Beschluss der LAG über die Förderung der Planungskosten mit einem Betrag von 20.000 Euro aus dem Leader-Budget der Region Hümmling ist der Projektträger, die Stadt Werlte, nun aufgefordert, den Bewilligungsantrag bei der zuständigen Bewilligungsbehörde – dem Amt für regionale Landesentwicklung – zu stellen und nach Vorlage des Zuwendungsbescheides die vorgesehene Maßnahme umzusetzen.


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