Vertrag zwischen Schulen und Hof Benten Werlter Schüler sollen Landwirtschaft kennenlernen

Von Annika Keilen

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anke Werlte. Die Verträge zwischen den Schulen der Samtgemeinde Werlte und dem Bauerhof Benten in Werlte/Ostenwald für das Förderprogramm „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ sind unterzeichnet. Hofbesitzerin Meike Benten möchte den Schülern einen Einblick in das Hofleben vermitteln.

Meike Benten führt zusammen mit ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb. Für sie sei es ein besonderes Anliegen, den junge Verbrauchern zu zeigen, woher ihre tägliche Nahrung stammt. Darum bewarb sich die Leiterin des Milchviehbetriebes auf das Förderprojekt der Bundesländer Niedersachsen und Bremen. Durch das Erkunden des Hofes Benten würden Schulklassen sowohl praktisch als auch theoretisch geschult. In einem Stationslauf würden die jungen Verbraucher in vier Etappen etwas über das Melken, die landwirtschaftlichen Maschinen, die Fütterung und den Lebenslauf des Rindes erfahren. Dass die Schüler selbst melken, sei ein Beispiel praktischer Lernweise, so Benten.

Ein konventioneller Betrieb

Ihr Hof sei ein konventioneller Betrieb, erklärt Benten. Die konventionelle Landwirtschaft sei bei einem Großteil der Gesellschaft negativ konnotiert, da auch die intensive Tierhaltung dazugehöre. Durch das Kennenlernen des Hofes soll die Kritik entkräftet werden. „Auch bei Massentierhaltung ist es möglich, dass es den Tieren gut geht, denn nur dann bekommen wir die gewünschte Leistung“, so die Eigentümerin des Bauernhofes. Ein Landwirt hätte den Tieren und dem Hof gegenüber eine ständige Verantwortung und müsse permanent verfügbar sein, betont Karin Geyer, Leiterin des Umweltbildungszentrums (UBZ) in Vrees. Er sehe nicht nur das Endprodukt, „wie Rouladen und Schnitzel“, sondern das Tierwohl, so Geyer.

Erlebnispädagogin

Eine Neuheit ist die Arbeit mit den Schülern für die Landwirtin nicht. Das UBZ nimmt schon seit längerem an dem Förderprojekt teil und hat Benten als Honorarkraft angestellt. Da man jedoch noch mehr Schulklassen ermöglichen wolle, die landwirtschaftliche Arbeit kennenzulernen, bewerbe sich Benten eigenständig als Förderträgerin, erklärt Geyer. Benten hätte im letzten Jahr den Lehrgang zur Bauernhof-Erlebnispädagogin erfolgreich absolviert. Der Vertrag mit den Schulen sei daher eine Formalie, um die Förderung über zwei Jahre offiziell in die Wege leiten zu können.


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