Hansa Green Tour auf Durchreise Elektroflitzer schafft auch Tempo 250

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Im Elektro-Sportwagen Tesla Roadster nahmen Tourveranstalter Roel Swierenga und Bürgermeister Willfried Lübs Platz. Links Werltes Samtgemeindebürgermeister Werner Gerdes und der niederländische Generalkonsul Henk Voskamp. Foto: SchulteIm Elektro-Sportwagen Tesla Roadster nahmen Tourveranstalter Roel Swierenga und Bürgermeister Willfried Lübs Platz. Links Werltes Samtgemeindebürgermeister Werner Gerdes und der niederländische Generalkonsul Henk Voskamp. Foto: Schulte

Werlte.Autos mit alternativen Antrieben wie Strom oder Gas fristen auf deutschen und europäischen Straßen zurzeit noch ein Nischendasein. Das soll und wird sich aus Sicht der Veranstalter der „Hansa Green Tour“ ändern.

Die Tour geht auf eine Initiative von rund 20 niederländischen Unternehmen zurück, die in den Bereichen Nachhaltigkeit und Zukunftstechnologien forschen oder Produkte entwickeln. Am Mittwoch machten etwa 20 Autos in Lathen bei der Firma INTIS (Elektromobilität) und anschließend in Werlte beim Klimacenter Station. Alle mit Batterie-, Gas- oder Hybridantrieb.

Nach Angaben von Tourorganisator Roel Swierenga ist es bereits die vierte Auflage der Rundreise, zum zweiten Mal wurde ein Stopp in der Hümmlinggemeinde eingelegt. Die Tour soll den Geist der alten Hanse wiederbeleben, die vom 13. bis Mitte des 17. Jahrhunderts ein Zusammenschluss von Städten in ganz Nordeuropa war. „Wir möchten den Ideenaustausch und die Kooperation bei der Nutzung erneuerbarer Energien grenzüberschreitend fördern und die Möglichkeit bieten, Kontakte zu knüpfen“, so Swierenga.

Die Rundfahrt begann am Mittwochmorgen in der ehemalige Hansestadt Groningen. Nach den Stopps in Lathen und Werlte geht es laut Swierenga weiter nach Bremen, Geesthacht, Lübeck Hamburg und Rostock bis ins polnische Goleniow. Dass die Autos die lange Fahrt problemlos schaffen, steht für ihn außer Frage. „Der Elektro-Sportwagen Tesla Roadster hat bei Tempo 90 bis 100 eine Reichweite von rund 350 Kilometern, der Elektro Lotus Elise schafft locker 250 Kilometer.“ Beide Flitzer seien auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h abgeregelt. Bei Vollgas sinke allerdings wie bei Benzinern auch die Reichweite ganz beträchtlich.

Werltes Bürgermeister Willfried Lübs zeigte sich von den Alternativ-Fahrzeugen der Marken VW, Volvo, Toyota und Peugeot beeindruckt. Das 3 N-Kompetenzzentrum mit dem Klimacenter sei für die „Hansa Green Tour“ der richtige Anlaufpunkt.

Das betonten auch der niederländische Generalkonsul Henk Voskamp und der Deputierte der Provinz Drenthe, Henk van de Boer. Hier werde „Innovation zu den Bürgern gebracht und nicht nur abstrakt über die Energiewende gesprochen“, so Voskamp. Sein Landsmann van de Boer hob hervor, dass die Niederlande und Deutschland auf verschiedenen Feldern „grüner“ Technologien die „Nase vorn“ hätten. Eine engere Zusammenarbeit sei deshalb für alle von Nutzen.

Hermann Pengg, Projektleiter der von den Firmen Audi und EWE gebauten Power to Gas-Pilotanlage in Werlte, stellte den Tourteilnehmern das Prinzip der Methanisierung vor. Dabei werden Wasserstoff und CO2 verbunden und es entsteht ein synthetisches Gas, mit dem Fahrzeugantriebe betankt werden können. Audi werde Ende 2013 einen Pkw mit diesem Antrieb auf den Markt bringen.


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