Konzept soll erstellt werden Erschließung des Werlter Theikenmeers wird konkreter

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Werlte. Die touristische Erschließung des Naturschutzgebietes Theikenmeer in Werlte schreitet voran. Für die Erstellung eines entsprechendes Konzeptes hat sich der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Tourismus der Stadt Werlte nun einstimmig ausgesprochen.

Wie Stadtdirektor Ludger Kewe im Ausschuss mitteilte, ist das 250 Hektar große Gebiet des Theikenmeers zwischen Werlte und Sögel eines der ältesten und bedeutendsten Naturschutzgebiete in Niedersachsen. Eine Erschließung für die Öffentlichkeit müsse durch geführte Wege erfolgen, „um zu vermeiden, dass das Gebiet zu stark beeinträchtigt wird“, so Kewe.

Wie in der Beschlussvorlage zur Sitzung weiter ausgeführt wird, seien sich alle Beteiligten einig, dass ein solches Projekt nur mit einer gezielten Besucherlenkung umgesetzt werden kann, denn ungelenkter Tourismus zerstöre Natur, gelenkter Tourismus schaffe Bewusstsein für deren Schutz.

Erste Ideen seien laut Kewe in Zusammenarbeit mit dem Landkreis, dem Nabu, der Emsland Touristik, dem Naturpark Hümmling, Regionalmanager Ralph Deitermann und anderen Fachleuten entstanden. Dazu zählte Kewe einen etwa zehn Kilometer langen Wanderweg, Aussichtstürme oder Infotafeln. Der Wanderweg ziele sowohl auf Naherholung als auch auf die Umweltbildung ab.

Auch die Pläne für die Umlegung der Museumseisenbahn sollen weiter verfolgt werden. Kewe hatte auf dem Neujahrsempfang der Stadt erstmals öffentlich von den Überlegungen am Theikenmeer berichtet. Da man aufgrund der hohen Nachfrage nach Flächen im Industriegebiet an der Sögeler Straße sparsam mit dem Land umgehen müsse, gebe es die Überlegungen, die Gebäude der Museumseisenbahn weiter in Richtung Sögel zu verlegen. Hier könne im Umfeld des Hofs Meyerrenken, den der Nabu als Landschaftspflegehof nutzt, möglicherweise Platz geschaffen werden. Alle Beteiligten, auch der Verein „Museumseisenbahn Hümmlinger Kreisbahn“, sähen hier Entwicklungsmöglichkeiten und Synergien.

Eine Verwirklichung der Pläne, zu der auch investive Maßnahmen gehörten, sei laut Kewe aber nur möglich, wenn in größerem Umfang Fördermittel eingeworben werden. Um im Wettbewerb um die Fördermittel, etwa aus dem Landestopf „Landschaftswerte“, erfolgreich zu sein, sei die Erstellung eines Konzeptes unausweichlich, so der Stadtdirektor.

Das Konzept, so Kewe, koste etwa 40.000 Euro. Dieses werde allerdings nur erstellt, wenn es für die Kosten wiederum Fördermittel aus dem Leader-Programm gibt. Bei Bewilligung der Mittel durch die Lokale Aktionsgruppe, die am 12. März in Rastdorf tagt, soll ein Büro beauftragt werden.

Der Antrag für die Landesmittel soll dann zum nächsten Termin im September gestellt werden. Dies erfolge dann durch den Naturpark Hümmling. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für die weiteren Planungen aus. Das letzte Wort hat der Stadtrat.


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