228 Fragebögen verschickt Wenig Interesse an Baulückenkataster in Werlte

Von Christian Belling

Mit dem Ziel, die innerörtliche Bebauung zu forcieren, hat die Stadt Werlte die Erstellung eines Baulückenkatasters in Angriff genommen. Foto/Archiv: Stadt WerlteMit dem Ziel, die innerörtliche Bebauung zu forcieren, hat die Stadt Werlte die Erstellung eines Baulückenkatasters in Angriff genommen. Foto/Archiv: Stadt Werlte

Werlte. Zu einem Ende sind die Arbeiten des Bauamtes der Stadt Werlte hinsichtlich der Erstellung eines Baulückenkatasters gekommen. Eine Befragung hat ergeben, dass diejenigen, die eine zu bebauende Fläche in ihrem Besitz haben, diese größtenteils für eine spätere Eigennutzung vorhalten wollen.

Bauamtsleiter Dieter Cloppenburg informierte den Bau- und Wirtschaftsausschuss der Stadt auf seiner jüngsten Sitzung über die Ergebnisse der Befragungen. Eine im vergangenen Jahr durchgeführte Bestandsaufnahme ergab, dass es insgesamt 280 Grundstücke gibt, die für eine Bebauung infrage kommen. Daraufhin verschickte die Verwaltung 228 Frägebögen an die Grundstückseigentümer. Davon sind nach Angaben von Cloppenburg 77 ausgefüllt zurückgekommen. „Das ist ein guter Wert und entspricht knapp 35 Prozent“, so der Bauamtsleiter.

Fläche für Erben vorhalten

Bei der Befragung gaben knapp 70 Prozent an, ihr Grundstück in näherer Zukunft nicht bebauen zu wollen. Mehr als die Hälfte gab als Grund dafür an, die Fläche für eine spätere Eigennutzung für Erben vorhalten zu wollen. Ein Verkauf des Grundstücks kam daher für 65 Prozent der Angeschriebenen nicht infrage. Knapp acht Prozent gaben an, die Fläche für eine spätere Eigennutzung halten zu wollen. Lediglich zwölf Prozent gaben an, dass eine zeitnahe Bebauung vorsehen ist. Ein Verkauf des Grundstücks kommt für knapp sieben Prozent infrage.

„Das sind immerhin 20 Bauplätze“

„Das Ergebnis zeigt, dass die befragten Grundstückseigentümer nicht an einem Baulückenkataster interessiert sind“, so Cloppenburg. Aus der Befragung würden sich nach Worten des Bauamtsleiters keine weiteren Schritte ergeben. „Wichtig ist für uns auch erst mal, überhaupt diese Grundlage zu haben.“

Ähnlicher Auffassung war auch Wilhelm Bruns von der CDU-Fraktion. „Wir versuchen Lücken einer Bebauung zuzuführen und wollen als Stadt dabei Hilfestellung leisten.“ Maria Scholübbers sah das Ergebnis ohnehin nicht als besonders negativ an. „Zwölf Prozent haben angegeben, in näherer Zukunft ihr Grundstück zu bebauen. Das sind immerhin 20 Bauplätze, was für uns schon viel ist.“