zuletzt aktualisiert vor

Politik und Verwaltung fordert Sanierung Loruper Ortsdurchfahrt laut Gemeinde „eine Katastrophe“

Von Mirco Moormann


Lorup. Die Loruper Ortsdurchfahrt ist marode und soll saniert werden. Das fordern Vertreter der Loruper Politik und Verwaltung. Doch in diesem Jahr dürfte daraus nichts mehr werden.

Donnerstagmittag in Lorup an der Kreuzung Rastdorfer Straße/Gehlenberger Straße: Das Thermometer steht bei einem Grad und es nieselt. Ebenso schlecht wie das Wetter ist derzeit auch die Laune von Bürgermeister Wilhelm Helmer, wenn er die Ortsdurchfahrt (L 836) betrachtet: „Eine Katastrophe.“

Etliche Furchen und Löcher hätten die Straße zu einer Huckelpiste gemacht. Und genau das bringt laut Helmer ernste Probleme für den Ort mit sich. „Früh morgens fahren Lastwagen über die kaputte Straße, was eine enorme Lärmbelastung mit sich bringt“, so Helmer. Aus diesem Grund etwa habe ein Gastronom an der Rastdorfer Straße zahlreiche Gäste verloren.

Auch die Betriebe aus dem Gewerbegebiet an der Gehlenberger Straße hätten sich beschwert, da sie von Kunden und Zulieferern auf die schlechte Straße angesprochen worden seien, meint der stellvertretende Bürgermeister Hans Wilmes. „Das ist keine gute Werbung für Lorup“.

Sorge um Verkehrssicherheit

Neben den wirtschaftlichen Aspekten sei auch die Verkehrssicherheit in Gefahr. Frank Revermann, zweiter stellvertretender Bürgermeister, meint, dass es für ortsfremde Motorradfahrer zu brenzligen Situationen aufgrund der zahlreichen Löcher kommen könnte. Im vergangenen Jahr hat es bereits einen Unfall mit einem Rollerfahrer gegeben, der durch ein solches Loch zu Fall gekommen ist, erklärt Christoph Wichmann von der Gemeindeverwaltung.

Bürgermeister Helmer räumt ein, dass die Straßenmeisterei regelmäßig vor Ort sei und an der Straße arbeite. Das reiche aber längst nicht aus, um die Straße wieder herzustellen. „Es muss eine Grundsanierung gemacht werden“, ist sich auch Wilmes sicher. Bauhofleiter Rudi Rieken erklärt, dass die Straße noch einen Unterbau aus Klinkersteinen aus der Kriegszeit hat. „Diese Steine sind teilweise schon sichtbar.“

„Hier muss etwas passieren“

Auch Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe pflichtet den Lorupern bei. Das Problem der L 836 sei bekannt, so der Verwaltungschef aus Werlte. Das Land habe weitere Mittel für den Straßenbau angekündigt. „Hier muss etwas passieren“, so Kewe.

Das Problem der L 836 ist auch Klaus Haberland, Leiter des Geschäftsbereichs Lingen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, bekannt. Er betont auf Anfrage, dass es vom Land zwar einen Nachtragshaushalt gegeben habe, dieser allerdings nicht beim Straßenbau zum Tragen komme. „In diesem Jahr haben wir keine zusätzlichen Haushaltsmittel bekommen“, so Haberland.

Vielleicht 2019 weitere Mittel

Er habe – wie im vergangenen Jahr auch – sieben Millionen Euro für den Straßen-, Brücken- und Radwegebau zur Verfügung. Dies sei, so Haberland, nicht ausreichend. „Vielleicht gibt der Haushalt 2019 mehr her“, meint Haberland, der damit der Sanierung der Loruper Ortsdurchfahrt für dieses Jahr eine Absage erteilen muss. Die Landesregierung habe aber ein sogenanntes Ortsdurchfahrtenprogramm im Koalitionsvertrag in Aussicht gestellt. Auch hier müsse man abwarten, wie dies letztlich ausgestaltet werde.