Drei Abende des Musikvereins Karnevals-Revival in Lorup begeistert Publikum

Von Birgit Brinker


pm/bib Lorup. Zum 40. Geburtstag des Vereins hat der Musikverein Heidegruß Lorup die Tradition des Karnevals im Ort wieder aufleben lassen und hielt drei erfolgreiche Karnevalssitzungen in Lorup ab.

Das Motto der Sitzungen lautete „Karneval früher, Karneval heute, wir begeistern wieder alle Leute“. Eingeleitet wurden die Abende mit einem Sketch aus dem Leben des Präsidenten und Vorsitzenden des Vereins, Wilhelm Kreuzhermes, der auch die Akteure des Abends begrüßte. Stimmungsreiche Musik steuerte der Musikvereins bei.

Insgesamt zwölf Auftritte füllten den Abend und strapazierten die Lachmuskeln der Besucher. Nach „Mariechen und Tigerlilly, zwei betagten Damen und viele Missverständnisse“, gespielt von Stefan Hackmann und Frank Cordes, ging es weiter mit den „Austauschmusikern“. Die Darsteller Silke Schade als Französin und Maria Albers als Polin bewarben sich dabei beim Musikverein. Marina Dicken als „Stina Sauberlein“, bereits aus dem Karneval früherer Zeiten in Lorup bekannt, begeisterte das Publikum mit Erzählungen aus ihrem Singleleben.

Die örtliche Politik durfte natürlich auch nicht fehlen. Thomas Abeln und Dirk Book berichteten als „Werlter Stadtmusikanten“ über das Dorfgeschehen. Mit dem Schlagwort: „Lorup Statt Werlte“, welches auch als Straßenschild an der Bühne angebracht war, wurde vom fehlenden Schwimmbad und der stark löchrigen Straße in Lorup alles aufs Korn genommen. Die Leitung des Zeltlagers machte mit ihrem Sketch „Sparmaßnamen im Altersheim“ Einsparungen im Gesundheitssystem zum Thema.

Sabine Abeln als „Tussnelchen“ wurde vom Bürgermeister in die Stadt nach Werlte geschickt, damit sie nicht von der Kommission „Unser Dorf soll schöner werden“ gesehen wird. Auch das „Rumpelstilzchen“ von Stefan Hackmann war wieder im Programm, welches über die Märchenwelt und die Emanzipation der Frauen erzählte. Kurz vor der Pause ging es mit der Feuerwehr, gespielt von Jan Goldmann und Johannes Rohjans, weiter. „Wir sind am Arsch“, so die Aussage der Truppe, die mittlerweile auf fünf Mann zusammen geschrumpft sei und geschlossen werden solle.

Die „Lütken Loorpers“, drei „Partykracher von weniger als einem Meter“, brachten mit ihren Liedern die Stimmung im Saal zum Kochen. Abgelöst wurden sie von dem Gesangssketch „Der musikalische Ehemann“. Elisabeth Abeln als Frau, schimpft mit ihrem Ehemann (Christa Bruns), der nur mit Gesang darauf antwortet und diese damit zur Weißglut treibt.

Zum Abschluss durfte ein Ballett auf dem Loruper Karneval nicht fehlen. Ein Damenballett wurde mitten im Lied unterbrochen und von der Bühne geschickt. Wieder einmarschiert, kommt zur Verwunderung der Zuschauer ein Männerballett auf die Bühne. In der Zugabe musste jeweils jemand aus dem Publikum mittanzen. Am letzten Abend hatte Lorups Bürgermeister Wilhelm Helmer diese besondere Ehre und ließ es sich nicht nehmen, damit den Saal zum Beben zu bringen. Helmer, so wie alle anderen Akteure, bekamen hierfür den Karnevals-Orden „Loruper Narrenparadies“ überreicht.