Öffnung zum Moonlightshopping Handels- und Gewerbeverein Werlte appelliert an Unternehmer

Von Insa Pölking

Vorstandsmitglieder, Gastredner und Gäste des HGV Werlte (von links): Silke Kuhlmann, Edwin König, Dirk Pommerinke, Klaus Dröge, Wilhelm Heermann, Daniel Thele, Pfarrer Josef Wilken und Markus Thiel. Foto: Insa PölkingVorstandsmitglieder, Gastredner und Gäste des HGV Werlte (von links): Silke Kuhlmann, Edwin König, Dirk Pommerinke, Klaus Dröge, Wilhelm Heermann, Daniel Thele, Pfarrer Josef Wilken und Markus Thiel. Foto: Insa Pölking

isp Werlte. Der Handels- und Gewerbeverein (HGV) Werlte hat auch für 2018 zahlreiche Veranstaltungen geplant. Der Vorstand wurde während der Generalversammlung neu zusammengesetzt.

Einstimmig wählten die Mitglieder den ehemaligen Organisationsausschusssprecher Klaus Dröge zum Schriftführer. HGV-Vorsitzender Dirk Pommerinke bedankte sich bei dem vorherigen Schriftführer Markus Thiel für die „supertolle Zusammenarbeit.“ Neuer Organisationsausschusssprecher ist Heiner Jansen. Zudem treten Jennifer Thesing und Claudia Lübs dem Organisationsausschuss des HGV bei. Wilhelm Heermann wurde als zweiter Vorsitzender einstimmig wiedergewählt und auch Schatzmeister Edwin König sprachen die Mitglieder geschlossen das Vertrauen für eine weitere Amtszeit aus.

Eine eigene Hymne

„Auch in 2017 war die HGV auf vielfältige Weise aktiv“, berichtete Pommerinke. So wurde im vergangenen Jahr unter anderem das Unternehmerforum auf die Beine gestellt, welches auch 2018 wieder angeboten werden soll. Die Werlter Woche lobte Pommerinke als sehr gelungene Veranstaltung. „Der Höhepunkt des Ereignisses war für uns in diesem Jahr das Einsingen unserer eigenen Hymne mit dem Radiosender Antenne Niedersachsen“, erzählte der Vorsitzende. Zudem beurteilte er das erste Werlter Stadtfest, an dem im vergangenen Jahr mehrere Tausend Besucher teilgenommen hatten, als großen Erfolg.

Werlter Woche als herausragendes Ereignis

In 2018 soll es mit umfangreichen Aktionen weitergehen. „Das Highlight wird auch in diesem Jahr die Werlter Woche am 7. und 8. April sein“, sagte Klaus Dröge. Eine Gourmet-Meile sei auch in diesem Jahr wieder Teil des Programms. Der Verein plant außerdem vier verkaufsoffene Sonntage. Zur Werlter Woche am 8. April sowie zur Kirmes am 23. September und zum Martinsmarkt am 10. November haben die Geschäfte in der Stadt Werlte auch sonntags geöffnet. „

Vier verkaufsoffene Sonntage

Einen vierten Termin werden wir in den nächsten Wochen noch festlegen“, kündigte Dröge an.

Zum Moonlightshopping am 30. November und 14. Dezember wandte sich der künftige Schriftführer noch einmal an die anwesenden Unternehmer. „Bitte öffnet alle! Wir können die Leute nur dann auf die Straße und in die Geschäfte locken, wenn wir ihnen auch wirklich etwas bieten.“ An beiden Moonlightshopping-Freitagen öffnen die Geschäfte in der Stadt bis 22 Uhr.

Bürgermeister: Als Stadt öffnen sich uns weitere Türen

Werltes Bürgermeister Daniel Thele (CDU) nannte das vergangene Jahr „ein sehr bewegendes 2017.“ Positiv betonte er noch einmal die Ernennung Werltes zur Stadt. „Das hat uns gutgetan“, meinte Thele. „Und ich bin mir sicher, dass es uns in Zukunft noch einige Türen aufstoßen wird.“

Mitten in der Dorferneuerung

Für 2018 steht nach Worten des Bürgermeisters noch einiges auf dem Plan. „Wir stecken mitten in unseren Dorferneuerungsmaßnahmen.“ Aktuell arbeite die Stadt an den Parkmöglichkeiten. Außerdem soll der letzte Bauabschnitt am Meyerhof in diesem Jahr beendet werden. Die Stadt habe zudem bereits zwei weitere Dorferneuerungsmaßnahmen beantragt. Hier gehe es um Straßen- und Tiefbaumaßnahmen. Ob diese genehmigt werden, steht Thele zufolge noch nicht endgültig fest.

Zwei Mediziner für das Ärztehaus

Bereits zwei Ärzte habe die Stadt Werlte für das Ärztehaus gewinnen können. „Wie in allen Kommunen, ist auch bei uns die ärztliche Versorgung eine der größten Baustellen“, sagte Thele. „Aber wir sind auf einem guten Weg und ich bin zuversichtlich, dass wir das Ärztehaus wie geplant eröffnen können.“ Weiter sollen der Bau der neuen Grundschule und der Bau der Krippe am Kindergarten St. Sixtus in diesem Jahr starten.

Um Fachkräfte aus den Niederlanden werben

Abschließend sprach Silke Kuhlmann vom Wirtschaftsnetzwerk Wachstumsregion Ems-Achse zum Thema „Fachkräftemangel in kleinen und größeren Betrieben“. Kuhlmann zufolge ist das Emsland wirtschaftlich gut aufgestellt. Um Arbeitskräfte in kleinen und mittelständischen Unternehmen zu halten und erst einmal einzustellen, gibt es Kuhlmann zufolge zahlreiche Möglichkeiten. „Social Media ist eine super einfache Methode“, sagte sie. „Hier sind die jungen Leute immer unterwegs, also warum nicht einfach mal die Anzeige aus der Zeitung auch mal auf Facebook posten?“ Auch seien unter anderem der Kontakt zwischen Unternehmen und Schulen eine Chance, und auch die Pendlerströme zwischen den Niederlanden und Deutschland sollen die Unternehmen nutzen können. „23.500 Deutsche pendeln in die Niederlande, um dort zu arbeiten“, berichtete Kuhlmann. „Wir sollten die Möglichkeit nutzen und auch Niederländer zum Arbeiten nach Deutschland locken.“