Besichtigungstour im Ort Thuiner Schwestern zu Gast beim Loruper Heimat-Ring

Von Hermann-Josef Döbber

Mit einem eher ungewöhnlichen Besuch startete der Heimat-Ring Lorup in sein neues Vereinsjahr. Vorsitzender Hans Schwarte und Wilhelm Hüntelmann begrüßten den Konvent der Thuiner Schwestern aus Schwagstorf. Foto: Hermann-Josef DöbberMit einem eher ungewöhnlichen Besuch startete der Heimat-Ring Lorup in sein neues Vereinsjahr. Vorsitzender Hans Schwarte und Wilhelm Hüntelmann begrüßten den Konvent der Thuiner Schwestern aus Schwagstorf. Foto: Hermann-Josef Döbber

Lorup. Einen ungewöhnlichen Besuch hat der Heimat-Ring Lorup zu Beginn des neuen Vereinsjahres erhalten. Zu Gast in der Hümmlinggemeinde war der Konvent der Thuiner Schwestern aus Schwagstorf.

Vorsitzender Hans Schwarte und Wilhelm Hüntelmann begrüßten Schwester Tarzisia, die gebürtig aus Lorup stammt, und zwei weitere Ordensschwestern, die früher ebenso im Ort tätig waren. Erste Station war für die Besucherinnen die 1836 gebaute und in den Jahren 1896 und 1960 erweiterte Mariä-Himmelfahrtskirche mit ihren Besonderheiten wie der unter Denkmalschutz stehenden Orgel, den die Himmelfahrt Mariens zeigenden Hochaltar, die Loruper Madonna aus dem 14. Jahrhundert sowie die 1996 vom Loruper Heinrich Wilkens geschaffene Kirchenkrippe.

Hofanlage Krulls Hus mit alter Drechslerei besichtigt

Der nächste Weg führte die Gruppe auf die Hofanlage Krulls Hus, in der zunächst die alte Drechslerei Grummel-Jansen besichtigt wurde. Dabei handelt es sich laut Schwarte um ein Gebäude von 1905 mit einer Einrichtung von 1895. An Ort und Stelle konnten sich die Ordensschwester davon überzeugen, dass noch alle Maschinen funktionsfähig sind und der Antrieb über Transmission mit einem Elektromotor von 1925 erfolgt.

Auf großes Interesse stieß auch die Ausstellungsremise mit einem ländlichen Haushalt der letzten hundert Jahre. Die vier Räume der Remise sind aufgeteilt in Waschküche, Küche, Wohn- und Schlafzimmer mit zahlreichen Ausstellungsstücken. Im Heuerhaus, wo sich die Gäste mit Buchweizenpfannekurchen für den Heimweg stärkten, warfen die Besucherinnen einen Blick auf Ausstellungsstücke wie eine Bibel von 1630, einen Opferstock von 1671 und einen Orginallehnsbrief.