Treue Mitglieder geehrt Werlter SPD befasst sich mit Situation der Partei

Von Insa Pölking

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Für jahrelange Mitgliedschaft im SPD-Ortsverein Werlte wurden (von links) Heinz Colmer und Maria Scholübbers von Wiard Siebels, Hans-Wilhelm Grote, Klaus Fleer und Andrea Kötter geehrt. Foto: Insa PölkingFür jahrelange Mitgliedschaft im SPD-Ortsverein Werlte wurden (von links) Heinz Colmer und Maria Scholübbers von Wiard Siebels, Hans-Wilhelm Grote, Klaus Fleer und Andrea Kötter geehrt. Foto: Insa Pölking

isp Werlte. Ehrungen verdienter Mitglieder haben ebenso wie die Auseinandersetzung mit den Wahlergebnissen der Sozialdemokraten bei den Bundestagswahlen im Mittelpunkt der jüngsten Mitgliederversammlung des SPD-Ortsverbandes Werlte gestanden.

Ehrengast Wiard Siebels, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, zeichnete während der Versammlung fünf Mitglieder für eine langjährige Parteitreue aus. Für 45-jährige Mitarbeit wurden Heinz Colmer, Heinrich Hömme und Ewald Brinkmann geehrt. Eine Auszeichnung für 40-jährige Treue erhielt Gerd Wilkens. Maria Scholübbers wurde für eine 20-jährige Mitgliedschaft geehrt. „Gerade in der aktuellen Situation ist es für unsere Partei wichtig, dass wir zusammenhalten, uns zusammensetzen und in uns gehen“, betonte Siebels. „Umso wichtiger ist es auch, dass wir in diesen Zeiten unseren treuen Mitgliedern danken.“

„Partei ringt mit sich selbst“

Siebels lobte den vergangenen Wahlkampf der Sozialdemokraten, merkte gleichzeitig jedoch auch an, dass noch ein „großes Stück Arbeit“ vor ihnen liege. Er erlebe eine Partei, die mit sich selbst ringt. „Das ist gut und das ist wichtig – wir müssen diskutieren“, so der parlamentarische Geschäftsführer. „Aber wir müssen jetzt festlegen wie wir uns als SPD aufstellen möchten.“

Akzeptanz für Landwirtschaft sinkt

Im Bezug auf die Landespolitik betonte Siebels die Wichtigkeit der Bildung. „Das ist unser Hauptthema. Der Lehrermangel ist eine Sache, die unbedingt angegangen werden muss und auch angegangen wird.“ Weiter sei außerdem die Infrastruktur sowie die Agrarpolitik in den ländlichen Regionen von Bedeutung. Siebels zufolge sei es notwendig, in der Agrarpolitik strengere Richtlinien festzulegen. „Die Akzeptanz, die die Gesellschaft für die Landwirtschaft hat, sinkt. Den Menschen geht es heute weniger darum, wie groß das Stück Fleisch auf ihren Tellern ist. Es geht ihnen viel mehr darum, wie das Tier vorher gelebt hat und wie es gehalten wurde.“

„Zu alter Stärke zurückführen“

Das Vertrauen wie auch die Glaubwürdigkeit seien den Werlter Sozialdemokraten zufolge ein aktuelles Problem der Partei. Siebels machte deutlich, dass er sich eine Zusammenarbeit wünsche, die die SPD wieder zu alter Stärke zurückführe. „In jeder Situation, in der sich die SPD noch einmal zusammengerissen hat, hat die Partei es schließlich auch wieder geschafft, sich aufzurappeln.“


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