Haftbefehl gegen 51-jährigen Werlter Sportflugzeug und Motorrad bei Drogendealern im Emsland sichergestellt

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Unter anderem eine Harley Davidson wurden bei den Durchsuchungen in Werlte und Surwold im Dezember 2017 sichergestellt. Foto: NWM-TVUnter anderem eine Harley Davidson wurden bei den Durchsuchungen in Werlte und Surwold im Dezember 2017 sichergestellt. Foto: NWM-TV

Werlte/Surwold. Dem Zoll und der Staatsanwaltschaft Osnabrück ist erneut ein Schlag gegen Drogendealer im nördlichen Emsland gelungen. Bei der Durchsuchung von vier Wohnungen wurden nicht nur 3,5 Kilo Kokain, sondern auch diverse teure Vermögensgegenstände sichergestellt.

Bereits am Mittwochabend, 20. Dezember 2017 haben Einsatzkräfte des Zollfahndungsamts Hannover und der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück im Auftrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück im nördlichen Landkreis Emsland vier Wohnungen, ein bewaldetes Grundstück und eine Lagerhalle durchsucht. Betroffen dabei waren wie bereits berichtet ein fleischverarbeitender Betrieb in der Stadt Werlte und ein Wohnhaus in Surwold. Unterstützt wurden die Ermittler dabei auch von einer SEK-Einheit der Polizei.

Im Zuge dieser Durchsuchungen konnten insgesamt mehr als 3,5 Kilo Kokain beschlagnahmt werden, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Zollfahndungsamtes Hannover und der Polizeidirektion Osnabrück von Donnerstag. Beschlagnahmt wurden dabei auch das vermeintliche Schmuggelfahrzeug, ein Kastenwagen mit einem eingebauten Versteck, in der Nähe eines Autohauses.

Weitere Beschuldigte festgenommen

Als Hauptbeschuldigter gilt ein 51-jähriger Geschäftsmann vom Hümmling. Gegen ihn wurde am 21. Dezember 2017 durch das Amtsgericht Osnabrück ein Haftbefehl erlassen. Jörg Meier, Sprecher des Zollfahndungsamtes Hannover, zufolge gab es weitere Festnahmen gegen Komplizen des 51-Jährigen, wie viele, wollte er auf Nachfrage nicht sagen. Die Bande steht im Verdacht, gewerbsmäßig über einen längeren Zeitraum Kokain nach Deutschland geschmuggelt und hier verkauft zu haben.

Bei den Beschuldigten wurden „zum Zweck der Vermögensabschöpfung“, wie es heißt, Luxusuhren und Schmuck im Wert von etwa 100.000 EUR, ein Sportflugzeug, eine Harley Davidson und ein Quad sichergestellt.

Ermittlungen seit Februar 2016

Bereits seit Februar 2016 waren die Spezialfahnder dem Geschäftsmann und den anderen Beschuldigten auf der Spur. Ermittelt wurden unter anderem auch in Hamburg und Rheinland-Pfalz. Auch dort gab es im Dezember Durchsuchungen und Festnahmen, so der Sprecher. Die Ermittlungen seien aufgrund des „konspirativen Verhaltes der Beschuldigten“ schwierig und langwierig gestalteten, wie es in einer Mitteilung heißt. „Die Gruppe hat Kommunikationswege benutzt, die wir über unsere Möglichkeiten nicht ohne weiteres überwachen konnte“, so der Sprecher des Zolls. Dazu gehörten beispielsweise Apps wie Whatsapp oder Skype. Letztlich gelang den Ermittlern dies aber doch.

Zu der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) gehören Experten des Zollfahndungsamtes Hannover und der Polizeidirektion Osnabrück, genauer gesagt der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück.


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