Naherholung im Naturschutzgebiet Stadt Werlte möchte Theikenmeer touristisch erschließen



Werlte. Die Stadt Werlte möchte das Naturschutzgebiet Theikenmeer zwischen Werlte und Sögel touristisch nutzen. Das teilte Stadtdirektor Ludger Kewe auf dem Neujahrsempfang der Kommune mit.

Wie Kewe ausführte, gebe es im Rahmen der Ausweisung des Naturparkes Hümmling erste Überlegungen dazu. Die Stadt steht dabei nach Aussagen von Sprecher Andy Albers in Kontakt zum Landkreis, zum Naturschutzbund Deutschland Nabu und weiteren Fachleuten. Angedacht sei ein Rundweg im Theikenmeer zur Naherholung und Umweltbildung. Auch könne der dortige Nabu-Landschaftspflegehof mit einbezogen werden und die Hümmlinger Kreisbahn ein neues Zuhause finden. Der Verein und der Nabu sehen in einer gemeinsamen Nutzung des Standortes Entwicklungsperspektiven, die unter dem Dach des Naturparks noch bereichert werden könnten, so Albers.

Flächen in der Stadt müssen weichen

Denn am jetzigen Standort in der Stadt würden die Vereinsflächen künftig anders genutzt. Und auch auf den neuen Industrieflächen nördlich der Sögeler Straße würden die Gebäude wohl doch keinen Platz finden. Laut Kewe ist die Nachfrage nach Flächen sehr hoch, sodass über einen alternativen Standort nachgedacht werden müsse. Ursprünglich war angedacht, die Museumseisenbahn im Umfeld des neuen Güterbahnhofs, der im kommenden Jahr entstehen soll, anzusiedeln. Ebenfalls groß ist die Nachfrage nach den Gewerbeflächen südlich der Sögeler Straße. Ein großer Teil der Grundstücke ist bereits vergeben. Neben Gewerbeflächen muss die Stadt auch neues Wohnbauland bereitstellen. Am Markuslustweg soll noch in diesem Jahr mit der Erschließung des sechs Hektar großen Areals begonnen werden. Da die Flächen laut Kewe schnell vergriffen sein werden, müsse man sich Gedanken über weitere Wohnbauflächen machen. Auch in Ostenwalde und Wehm werden neue Wohngebiete entstehen, in Bockholte soll auch eine neue Bebauung möglich gemacht werden.

Gesundheitszentrum öffnet im Sommer

Wie Kewe weiter ausführte, soll auch das Gesundheitszentrum im Ortskern im Sommer eröffnen, der Krippenbau am Sixtus-Kindergarten soll noch im Herbst beginnen, und auch der Bau der neuen Grundschule soll im Sommer starten. Der Anbau am Gymnasium soll zum Jahresende abgeschlossen sein. Schon im Februar soll das neue Jugendkonzept vorgestellt werden. Auch die neue Organisationsentwicklung wird zur Debatte stehen. Bei all diesen Projekten möchte die Stadt, dass die Menschen mit ins Boot geholt werden. Man wolle nicht über die Köpfe hinweg entscheiden, sondern alle miteinbeziehen. Kewe appellierte an die Bürger, sich an solchen Verfahren – auch wenn sie neu seien – zu beteiligen.

Werlte „jung und dynamisch“

Zuvor hatte Bürgermeister Daniel Thele einen Rückblick auf 2017 gehalten und unter dem Motto „jung und dynamisch“ alle großen Ereignisse Revue passieren lassen. Dazu zählten neben der Verleihung der Urkunde zur Stadt und dem Stadtfest auch die Eröffnung der Bahnstrecke oder die Überschwemmungen im Sommer, die – sobald der Generalentwässerungsplan fertig sei – der Vergangenheit angehörten, so Thele.

Der stellvertretende Landrat Willfried Lübs attestierte Werlte eine „beeindruckende Dynamik“. Stellvertretend für den ganzen Landkreis würden hier viele Projekte vorangetrieben und die Dinge in die Hand genommen.


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