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Vielfalt der Kirchengemeinden Mehr als 1300 Besucher beim Dekanatstag in Rulle

Von Jessica von den Benken | 27.07.2014, 18:52 Uhr

Der Einladung „Kommt“ zum ersten Dekanatstag der Pfarrgemeinden im Dekanat Osnabrück-Nord folgten mehr als 1300 Besucher aus nah und fern. Sie erlebten einen abwechslungsreichen und spannenden Tag rund um die St.-Johannes-Kirche in Wallenhorst-Rulle, der alle Sinne ansprach und begeisterte.

Das Fest der 31 Kirchengemeinden begann besinnlich. Ein Gottesdienst, zelebriert von Weihbischof Johannes Wübbe und den Pfarrern Stephan Höne, Dietmar Schöneich und Ansgar Stolte, bildete den festlichen Auftakt. Unter freiem Himmel, am Außenaltar der St.-Johannes-Kirche, ließen sich die Mitglieder der verschiedenen Kirchengemeinden nicht nur durch den klangvollen Gesang des 250 Stimmen starken Chores, sondern auch durch die Worte des Weihbischofs bewegen. „Die Predigt war sehr gut“, sagte Christina Tepe-Rühlander aus Neuenkirchen. Auch Dorothe Wilker aus Belm empfand die Predigt als sehr gelungen und merkte an: „Wenn man draußen Gottesdienst feiern kann, ist das immer eine ganz tolle Atmosphäre.“

Mit den Worten „Kommt und seht, was unser Dekanat alles bietet und was wir auf die Beine stellen“, endete der Festgottesdienst, und die vielen Besucher verteilten sich rege auf dem Kirchengelände. Unter dem Motto „Kommt und lasst euch begeistern“ erforschten große und kleine Besucher die bunten Aktionen an den unterschiedlichsten Ständen. Ziemlich beeindruckt zeigte sich die dreijährige Fiona. An der Farbschleuder des Belmer Kindertreffs gestaltete sie mit ihren Lieblingsfarben ein buntes Schleuderbild. Mit ein wenig Mühe füllte sie bunte Farben auf ein Blatt, das dann in einer offenen Drehtrommel in Fahrt gesetzt wurde. Durch die Rotation verschwammen die Farben ineinander und ergaben ein schwungvolles Gemälde. „Das hat Spaß gemacht“, meinte die kleine Künstlerin stolz. Ihre Mutter Vanessa Grewe beobachtete sie zufrieden und meinte: „Das Dekanatsfest ist schön. Man sieht viele andere Menschen aus Nachbargemeinden, und das Unterhaltungsprogramm für Kinder ist toll.“

Ein paar Schritte weiter ging es ziemlich gruselig zu, denn dort luden die Hollager Messdiener zu einem Besuch ihrer Geisterbahn ein. „Traut euch“, hauchten sie gruselig in ein Mikrofon, und aus der Eingangspforte quollen schaurige Nebelschwaden. Noch ein Stück weiter kamen Besucher ins Grübeln. Dort stellte die KAB (katholische Arbeitnehmer-Bewegung) die Frage nach der Sinnhaftigkeit von Sonntagsarbeit. Ganz anders lockte die Pfarreiengemeinschaft Artland. Handwerklich begabte Kinder konnten sich unter fachkundiger Anleitung an ihrem Stand Kreuze aus Hufnägeln schmieden. „Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte die neunjährige Madita. Zwar sei es gar nicht so leicht gewesen, das Kreuz zu hämmern, aber die Jugendlichen am Stand hätten ihr gut dabei geholfen. Dass das Artland einen guten Geschmack habe, versicherte Johanna Lübben aus Wallenhorst-Lechtingen. Sie probierte selbst gemachten Artländer Apfelkuchen und bewertete ihn mit „sehr gut“.

Neben noch vielen anderen Informations-, Aktions-, Spiel- und Verköstigungsständen hieß es am Außenaltar den gesamten Nachmittag: „Kommt und seht.“ Sportvereine und Tanzgruppen sorgten dort für fröhliches und abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm. In der St.-Johannes-Kirche selbst boten sich Momente zum stillen Gebet. Aber auch heitere Orgelmusik oder musikalische Kirchenraumerkundungen lockten in die kühlen Räume. Dietmar Schöneich, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Wallenhorst, zeigte sich begeistert von diesem Fest. „Schon im Gottesdienst konnte man die gute Stimmung spüren“, merkte er zufrieden an.