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Swingende Weihnacht Adventliche Kaminmusik im Hollager Hof in Wallenhorst

Von Stefan Buchholz, Stefan Buchholz | 09.12.2017, 11:49 Uhr

Internationale Weihnachtslieder haben auf der Setlist der Formation „Kaminmusik“ gestanden. Die Gruppe stimmte im Heimathaus Hollager Hof gut 80 Besucher auf die Adventszeit ein.

Gleich mit dem ersten Stück verrieten die vier Musiker wo ihre musikalischen Wurzeln liegen: Die Countrynummer „Christmas time a‘ coming“ spielten sie in angenehmer Ruhe und dennoch mit Swing. Dabei hätte es bleiben können. Doch es wurde noch interessanter:

Den altbekannten Weihnachtssong „Feliz Navidad“, spielten die Musiker in Form eines originellen Medleys. Damit nicht genug: Zwischendurch waren auch plattdeutsche Strophen auf die „Navidad“-Melodie zu hören.

Westerngitarre und Elvis

Für den kurzfristig ausgefallenen Martin Lutze war Simon Rick eingesprungen, der in Osnabrück Gitarre studiert. Seine Solioeinlagen auf der Westerngitarre – angelehnt an Scotty Moore, der in der Frühzeit von Elvis dabei war – waren kurz, aber sehr fein.

Die musikalische Qualität der Band um Klaus Gausmann ist sehr hoch. Tauschte ab und an Andreas Wellmann Banjo gegen eine seltsam anmutende, halbakustische Gitarre, zeigte Bernd Niehenke sein Können gleich an Gitarre, Kontrabass und Ziehharmonika.

Publikum eingebunden

Die Musiker banden, wann immer möglich, das Publikum mit ein. Mitsummen und -singen war von den Zuhörern gefordert, genauso wie musikalische Unterstützung. Bei einem swingenden Weihnachtslied hatte ein Besucher einen Schellenkranz zu schütteln, um den akustisch-authentischen Pferdeschlitten-Sound zu liefern.

Hawaiianische Klänge

Frontmann Klaus Gausmann gab oftmals sein Wissen um die Hintergründe von Songs zum Besten. So weihte er die Gäste genauestens in das stimmungsvolle „If we make it through december“ ein. Ein Countrysong, dessen Rhythmus von den Kaminmusikern übrigens bestens nachempfunden wurde.

Warum internationale Weihnachtslieder von ihnen gerne gecovert werden, verriet Gausmann auch: „Sie swingen einfach mehr.“ Wie „Mele Kaliki Maka“, das aus dem Hawaiianischen übersetzt „Fröhliche Weihnachten“ meint. Von Gausmann auf der Ukulele gespielt, streute Bernd Niehenke auch wieder eine plattdeutsche Übersetzung zum Mitsingen des Refrains mit ein. Einen andächtigen „Swing“ gab es dann von Band und Besuchern am Ende zu hören als sie gemeinsam den Klassiker aller Weihnachten der Gegenwart anstimmten: „Stille Nacht“.